Mattel entschuldigt sich bei ganz China
21.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nach Angaben des Direktors der Qualitätsaufsicht, Li Changjiang, sind allerdings vier Chinesen festgenommen worden, die bleihaltige Farben an den Mattel-Vertragspartner Lida Plastic Toys geliefert hätten. Der Boss des Unternehmens, Zhang Shuhong, hatte nach dem ruinösen Rückruf Selbstmord begangen. In einer Qualitätsprüfung sei ferner mehr als 300 chinesischen Spielzeugherstellern die Geschäftslizenz entzogen worden, berichtete der Direktor in einem indirekten Eingeständnis, dass einige chinesische Produzenten von Spielzeug qualitativ schlechte Erzeugnisse herstellen.
Mattel räumte in seiner Presseerklärung aber auch ein, dass die Rückrufe zu weit gegangen seien, da höchste Sicherheitsstandards angestrebt worden seien. Nachfolgende Inspektionen hätten ergeben, dass ein Teil der zurückgerufenen Spielzeuge in Wirklichkeit die amerikanischen Sicherheitsbestimmungen erfüllt haben. Ähnliches gelte für die Rückrufe in der Europäischen Union. Der Chef der chinesischen Qualitätsaufsicht, Li Changjiang, nannte sein Gespräch mit Debrowski «offen». Er begrüßte die «unparteiische Analyse» und «die verantwortlichen und ehrlichen Erklärungen».
Die Schlussfolgerungen von Mattel stimmten im Wesentlichen mit den Ergebnissen der chinesischen Ermittlungen überein, sagte der Direktor. Danach hätten 87 Prozent der zurückgerufenen Spielzeuge Mängel im Design aufgewiesen, während 13 Prozent übermäßige Bleiwerte im Lack gehabt hätten. Li Changjiang äußerte die Hoffnung, dass der amerikanische Spielzeughersteller mit ähnlichen Fälle von Qualitätsmängeln künftig «auf bessere Weise» umgehe. (dpa)

