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«Heuschrecken» dringen in Reichsten-Liste

21. Sep 2007 09:06
Bill Gates (l.) und Warren Buffett bleiben die reichsten Männer Amerikas.
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Eine Milliarde genügt nicht mehr, um zu den 400 reichsten Amerikanern zu gehören. Einigermaßen interessant liest sich die Liste aber erst ab Position fünf: Die Spitze blieb unverändert.

1,3 Milliarden Dollar – das ist die Mindestsumme, um in die Liste der 400 reichsten US-Amerikaner zu kommen, die das Magazin «Forbes» jedes Jahr erstellt. Doch wer die Liste anführen will, braucht schon 45 mal so viel: Microsoft-Gründer Bill Gates hat ein Nettovermögen von 59 Milliarden Dollar angehäuft, sechs Milliarden mehr als noch im Vorjahr. Damit steht er zum 14. Mal auf der Liste ganz oben.

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  • Auf Platz zwei landete erneut der Investor und Chef von Berkshire Hathaway, Warren Buffett, mit 52 Milliarden Dollar. Der Kasino-Mogul Sheldon Adelson verteidigte den dritten Rang mit einem Vermögen von rund 28 Milliarden Dollar.

    Oracle-Chef Larry Ellison behielt den vierten Platz, gefolgt von den beiden Gründern der Suchmaschine Google, Sergey Brin und Larry Page. Die beiden 34-Jährigen schnellten mit einem Kontostand von je 18,5 Milliarden Dollar vom zwölften Platz im Vorjahr nun auf den fünften Rang hoch. Ihr Vermögen hat sich seit 2004 mal schnell vervierfacht.

    Damit sind sie noch nicht mal die Jüngsten auf der Liste: Der 33-jährige Hedge-Fonds-Manager John Arnold liegt mit 1,5 Milliarden Dollar auf Platz 317. Nahezu die Hälfte der 45 Neulinge im Ranking hat ihr Vermögen mit Hedge-Fonds und Private-Equity-Investments gemacht – das Geschäft der «Heuschrecken» scheint sich also weiter zu lohnen.

    «Die Wall Street gibt in diesem Jahr die Rechnung vor», sagte der zuständige Redakteur der «Forbes»-Liste, Matthew Miller. Niemand könne wissen, ob die Newcomer im nächsten Jahr auch noch dabei seien. «Das hängt ganz davon ab, wie sich der Markt entwickelt.» Vom boomenden Rohölmarkt profitierten Charles und David Koch: Die beiden Ölunternehmen rückten mit je 17 Milliarden Dollar auf Platz neun vor und verdrängten damit die Walton-Familie, die Erben des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart, erstmals seit 1989 aus den Top Ten.

    Kirk Kerkorian verbesserte seine Position um immerhin 19 Plätze auf Rang sieben – das hat er seinen Kasino-Geschäften als Mehrheitsaktionär bei MGM Mirage zu verdanken, das Rekordprofite in Las Vegas einfuhr. Zu Hollywoods reichsten Männern zählen derweil «Star Wars»-Schöpfer George Lucas, der mit 3,9 Milliarden Dollar den 86. Rang belegt. Oscar-Preisträger Steven Spielberg schaffte es mit drei Milliarden Dollar immerhin auf Platz 117.

    Milliardäre sind sie alle, die auf die Liste der 400 Reichsten kamen. «Forbes» zufolge leben in den USA sogar insgesamt 482 Menschen, die mindestens eine Milliarde Dollar ihr Eigen nennen. 2005 lag die Eintrittshürde in den Club der 400 lag 2005 noch bei 900 Millionen Dollar und rutschte im vergangenen Jahr erstmals über die Milliardengrenze. Das addierte Vermögen der 400 Superreichen in den USA erreicht nach der am Donnerstag veröffentlichten Liste 1,54 Billionen Dollar – verglichen mit 1,25 Billionen Dollar im Jahr 2006. (nz)

     
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