netzeitung.deWeiterer Störfall in Krümmel

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Betroffenes Brennelement im März ausgetauscht (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Betroffenes Brennelement im März ausgetauscht
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Trafohäuschen ist fertig, dafür ist die Hülle eines Brennstabes undicht. Im Atomkraftwerk Krümmel hat es einen weiteren Störfall gegeben.

Erneut ein Störfall im Atomkraftwerk Krümmel: Die Hülle eines Brennstabes war schadhaft, dadurch kam es zu «zur Auswaschung von Brennstoff», wie das für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerium am Donnerstag mitteilte. Das betroffene defekte Brennelement sei schon im März ausgetauscht worden, die Schadensursache aber erst jetzt voll erkannt und dann als meldepflichtiges Ereignis eingestuft worden. Betreiber Vattenfall bestätigte das Problem.

Das Atomkraftwerk Krümmel steht seit dem Brand eines Transformators Ende Juni still. Seither wurden immer neue Pannen bekannt. Vattenfall nutzt die Zeit des Stillstand für die jährliche Revision. Wann der Meiler wieder ans Netz gehen kann, ist derzeit noch unklar. Der Stillstand kostet Vattenfall rund 100 Millionen Euro und führte zum Rücktritt des für Deutschland zuständigen Firmenchefs.

Laut Vattenfall sind inzwischen rund 2000 der etwa 2400 Arbeitsvorhaben bei der Überholung erledigt. Unter anderem sei der Umbau am betroffenen Trafogebäude abgeschlossen. Sobald die Zustimmung der Aufsichtsbehörde vorliegt, solle der Ersatztrafo angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Der ursprüngliche Trafo war bei dem Brand zerstört worden. (AP)