Airbus-Werk Laupheim macht den Anfang
18.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In Laupheim sitzt die Kabinen-Fertigung von Airbus. Für die Entscheidungen im Bereich Rumpf werde mehr Zeit benötigt, sagte Hintze. Der Verkaufsprozess für die auf den Rumpf der Airbus-Flugzeuge spezialisierten Werke Varel, Nordenham und möglicherweise Augsburg sei keine Frage von Tagen, sondern von Monaten. Zu einem genauen Zeitplan wollte sich der Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt aber nicht äußern. «Wir haben heute beschlossen, dass Zukunftsfestigkeit vor Geschwindigkeit geht.»
Airbus war tief in die Verlustzone gerutscht und will nun Kosten senken, indem die Zuliefererstruktur für den Flugzeugbauer verändert wird. Airbus hatte zuvor angekündigt, schon im September oder Oktober einen Partner für die Werksverkäufe präsentieren zu wollen. Derzeit führt der Konzern Verhandlungen mit Bietern zu allen Werken. Neben deutschen sind auch US-Unternehmen interessiert.
Über die konkreten Angebote der Interessenten sei bei dem Treffen jedoch nicht gesprochen worden, sagte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). «Die originäre Geschäftspolitik von EADS und Airbus kann nicht im Kanzleramt gemacht werden», betonte Wulff.
In der Diskussion um den staatlichen Einfluss auf EADS kündigte Hintze Gespräche zwischen Paris und Berlin an. «Deutschland und Frankreich werden noch in diesem Jahr in Gespräche eintreten über die Sicherung ihrer strategischen und Sicherheitsinteressen unabhängig von der Anteilseignerschaft», sagte Hintze. Dabei werde es auch um die mögliche Einführung einer «Goldenen Aktie» gehen, um die strategischen Interessen zu sichern. (nz/dpa-AFX/AP)

