17. Sep 2007 09:56, ergänzt 11:18
Die Millionenstrafe gegen den US-Softwarekonzern Microsoft wegen Marktmissbrauchs ist rechtens. Das Unternehmen prüft, ob es Berufung einlegen will.
Die EU-Kommission begrüßte das Urteil. Microsoft will erst nach genauer Lektüre des Urteils über eine mögliche Berufung befinden. «Wir müssen erst einmal das Urteil lesen, bevor wir darüber entscheiden», sagte Microsoft-Chefanwalt Brad Smith.«Wir sind auf weitere Bemühungen eingestellt, die heutige Entscheidung umzusetzen und sie zu respektieren», versicherte er. Dies bedeute jedoch nicht, dass Microsoft auf Rechtsmittel gegen das erstinstanzliche Urteil verzichte. «Obwohl es immer eine Menge Aufregung in diesen Fällen gibt, sollte man erst einmal lesen, dann nachdenken und dann entscheiden.»
An der «Verpflichtung von Microsoft gegenüber Europa» werde sich nichts ändern. In den knapp neun Jahren des Streits mit der EU-Kommission sei die Zahl der Beschäftigten in Europa von 3900 auf 13.000 gestiegen, die Forschungsinvestitionen von drei auf fast 500 Millionen Dollar. «Wir hoffen, die technologische Entwicklung weiter voranbringen und mehr Arbeitsplätze auf diesem Kontinent (Europa) schaffen zu können.»