12.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Probleme mit dem A380 führten zum Sanierungsprogramm bei Airbus
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die wichtigsten Aufgaben beim Airbus-Sanierungsprogramm «Power8» liegen künftig nicht mehr bei Vorstandsstandschef Enders: Verantwortlich ist künftig ein Franzose - zusammen mit dem bisherigen Chefeinkäufer von BMW.
Der neue Airbus-Chef Thomas Enders hat das Spitzenmanagement des Flugzeugbauers verkleinert und seinem Stellvertreter Fabrice Brégier die operative Verantwortung für das Sanierungsprogramm «Power8» überlassen. Die schlankere Managementstruktur «erlaubt schnellere Entscheidungsprozesse und eine bessere Integration der Prozesse und Funktionen», sagte Enders am Mittwoch in Toulouse. «Gemeinsam mit diesem Team werde ich weiter das neue Airbus-Unternehmen aufbauen, für das Louis Gallois bereits die Weichen gestellt hat.»
Der frühere Airbus-Chef Gallois ist als Chef der Airbus-Konzernmutter EADS jetzt Enders' Vorgesetzter. Enders hatte zu Monatsbeginn die Airbus-Geschäfte übernommen. Damit war gemäß einer Vereinbarung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy die deutsch-französische Doppelbesetzung der EADS-Spitzenposten abgeschafft worden.
Neun statt zwölf KöpfeDer Airbus-Vorstand, das so genannte Executive Committee, wurde von zwölf auf neun Mitglieder verkleinert. Der Franzose Brégier soll sich als Geschäftsführer neben «Power8» auch um Engineering und Beschaffung sowie um das Zukunftsmodell A350 kümmern. Enders warb zudem den bisherigen BMW-Einkaufschef Klaus Richter an, der das in «Power8» vorgesehene neue Beschaffungsmodell umsetzen und die Beziehungen zu den Zulieferern verbessern soll.
Der Deutsche Hans Peter Ring bleibt Finanzchef. Für die Kundenbeziehungen bleibt der Brite John Leahy zuständig. Der für Zukunftsprogramme zuständige Christian Scherer wurde auch Strategiechef; er berichtet aber direkt an Enders. (dpa)