31. Aug 2007 07:54
Der anonyme Absender bezeichnet sich als ehemaliger Mitarbeiter und behauptet, dass schon früher über unhaltbare Zustände der Tochtergesellschaften in Dublin diskutiert worden sei. Falsche bilanzielle Bewertungen seien die Folge gewesen.
Der anonyme Absender, der sich als ehemaliger Mitarbeiter bezeichne, behaupte, dass schon 2003 und 2004 im Vorstand und Verwaltungsrat über unhaltbare Zustände der Tochtergesellschaften in Dublin diskutiert worden sei, schreibt die Tageszeitung «Die Welt» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft werde die Strafanzeige in ihre Prüfung einbeziehen, sagte Oberstaatsanwalt Lutz Lehmann der Zeitung. In der Anzeige heiße es, um Risiken zu verschleiern, sei die Konzernrevision vom damaligen Vorstand genötigt worden, bewusst falsche bilanzielle Bewertungen vorzunehmen, schreibt die Zeitung. Weitere Anzeigen seien bislang nicht eingegangen.
Die Staatsanwaltschaft prüft bereits, ob beim Vorstand der Sachsen-LB ein Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten im Zusammenhang mit den Hypothekengeschäften vorliegt. Die Krise bei der Sachsen-LB hat am Donnerstag personelle Konsequenzen gefordert: Drei Vorstandsmitglieder geben ihren Posten auf, darunter Sachsen-LB-Chef Herbert Süß.
Am Freitag debattiert der sächsische Landtag über den Notverkauf der Sachsen-LB. Finanzminister Horst Metz wird in einer Regierungserklärung über Einzelheiten des Verkaufs an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) informieren. (AP)