netzeitung.deChina will Ärger auf der IAA vermeiden

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Ein Smart? Nein, der Kleinwagen Nobel des chinesischen Herstellers Shuanghuan. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Smart? Nein, der Kleinwagen Nobel des chinesischen Herstellers Shuanghuan.
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Chinesische Modelle, die deutschen Autos ähnlich sehen, sollen auf der IAA nun doch nicht zu sehen sein. Legal seien die Produkte dennoch, so der Hersteller: Viele Autos würden im Lauf der Entwicklung «voneinander lernen».

Im Plagiatstreit mit BMW und Daimler geht der chinesische Hersteller Shuanghuan einer direkten Konfrontation auf der bevorstehenden Automobilmesse IAA in Frankfurt aus dem Wege. Die beiden chinesischen Automodelle, die im Mittelpunkt des Konflikts stehen, sollen nach dem Willen des Herstellers nicht in Frankfurt zu sehen sein.

Der Sportgeländewagen CEO und der Kleinwagen Nobel von Shuanghuan erinnern mit ihrem Design an den X5 von BMW beziehungsweise den Fortwo der Daimler-Sparte Smart. Ein Sprecher von Shuanghuan sagte am Donnerstag, das Unternehmen selbst habe ohnehin nicht die Absicht gehabt, den CEO und den Nobel auf der weltweit größten Autoausstellung zu zeigen. «Einige Autoverkäufer wollen unsere Fahrzeuge nach Frankfurt bringen, aber wir haben das nicht genehmigt.»

Zu dem Vorwurf, dass der BMW X5 und der Smart Fortwo kopiert worden seien, wollte sich der Sprecher nicht äußern. «Bei vielen Autos ist es so, dass sie im Zuge der Entwicklung einige fortschrittliche Dinge voneinander lernen», sagte er und wehrte ab: «Wir sind ein legales Unternehmen. Unsere Autos sind legale Produkte.»

Deshalb mache es für das Unternehmen keinen Sinn, ausführlich auf die Vorwürfe einzugehen. Die Autos seien in Peking bei der Reform- und Entwicklungskommission, der obersten Wirtschaftsbehörde in China, registriert.

Dagegen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch in der Volksrepublik am Dienstag chinesische Plagiate deutscher Autos deutlich kritisiert: «Wenn dann plötzlich ein Auto da steht, das aussieht wie ein Smart, aber keiner ist, sondern doch eine Kopie, die nicht ganz legal erarbeitet wurde, dann ist das nicht gut», sagte Merkel in Peking.

Zu der IAA vom 13. bis 23. September haben sich 1046 Aussteller aus mehr als 40 Ländern angemeldet. Aus China sind vier Pkw-Hersteller sowie gut 50 Zulieferer vertreten. Die deutschen Hersteller hatten angekündigt, sich gegen illegale Plagiate auf der Messe zu wehren. (nz/dpa)