Verkauf der SachsenLB an die LBBW perfekt
26.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir hoffen, dass es zum Vertragsabschluss kommt. Wir wollen unser Schiff aus den hohen Wellen heraushaben und in einen sicheren Hafen bekommen», sagte Milbradt am Sonntagmittag.
Eine Bewertung der Bank werde es aber erst zum Jahresende geben. Es gebe eine sehr restriktive Rückgabeklausel, weil noch nicht alle Bestände geklärt und damit noch keine abschließende Risikobewertung möglich seien. «Baden-Württemberg springt nicht in ein schwarzes Loch», zeigte sich Milbradt optimistisch.
Sachsens Kabinett hat dem Verkauf am Sonntagnachmittag einstimmig zugestimmt. Die drei Vertreter des Landes wurden beauftragt, in der Anteilseignerversammlung am Abend der Veräußerung zuzustimmen, sagte Vize-Regierungssprecher Andreas Beese am Sonntag. Zudem werde die Staatsregierung beim Landtagspräsidenten eine Sondersitzung des Parlamentes beantragen, in der die Abgeordneten über den Verkauf informiert werden. Diese werde voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag stattfinden, hieß es.
Grund für die eilige Suche nach einem neuen Eigentümer soll ein neues Finanzloch in dreistelliger Millionenhöhe sein. Dafür gab es am Sonntag zunächst keine Bestätigung. Auslöser der Krise war der von der Bank-Tochter Sachsen LB Europe (Dublin/Irland) gemanagte Fonds Ormond Quay.
Eigentümer der Sachsen LB sind das Land Sachsen mit 37 Prozent und die Sachsen-Finanzgruppe (SFG) mit 63 Prozent. Die Sachsen-Finanzgruppe SFG mit Sitz in Leipzig ist als eine öffentlich- rechtliche Holding 2003 gegründet worden. Anteilseigner der SFG sind der Freistaat (22,4 Prozent) und sächsische Kommunen (77,6 Prozent). (dpa)

