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Auch für die LTU-Flugbegleiter gibt's mehr Geld

21. Aug 2007 17:19
Maschinen der LTU
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Nach der Bodencrew und den Piloten hat sich LTU auch mit dem Kabinenpersonal geeinigt. Der Tarifabschluss sei nur durch erwartete Einsparungen möglich gewesen, sagt der Geschäftsführer.

Die Flugbegleiter des Ferienfliegers LTU erhalten rückwirkend zum 1. Januar drei Prozent mehr Gehalt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, einigten sich die Tarifparteien am späten Montagabend auf neue Tarifverträge für die mehr als 1000 Mitarbeiter des Kabinenpersonals.

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Am 1. Juli 2008 kommen weitere zwei Prozent hinzu. Der Vergütungstarifvertrag ist bis Ende 2008 gültig. Der neue Manteltarifvertrag endet zwei Jahre später. Er trage den Belastungsanforderungen des Kabinenpersonals Rechnung, so LTU. Zuvor hatte sich das Unternehmen schon mit den Beschäftigten am Boden und mit den Piloten auf höhere Gehälter geeinigt.

Die Einkommenssteigerungen für die Mitarbeiter seien aber nur durch erwartete Kosteneinsparungen möglich, sagte LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach der Nachrichtenagentur dpa. Er verwies am Dienstag auf vorgesehene Einsparungen von jährlich 70 bis 100 Millionen Euro, die die um LTU erweiterte Air-Berlin-Gruppe in den kommenden Jahren erreichen will.

«Nur dadurch eröffnete sich Verhandlungsspielraum, um diese Abschlüsse zu tätigen», betonte Marbach. Zur Kostenbelastung des Unternehmens LTU wollten er keine Zahl nennen. «Es ist ein ordentlicher Betrag.» Der Tarifabschluss orientiert sich an dem für die 400 LTU-Piloten. Die 950 Mitarbeiter in Verwaltung und Technik erhalten ab 1. August drei Prozent mehr und einmalig je 800 Euro. Das sieht der Abschluss für das Bodenpersonal vor.

Stärkere Konkurrenz in Düsseldorf

In der Tarifrunde 2007, bei dem es zu einem Warnstreiks der Piloten kam, habe es Verunsicherung bei Kunden gegeben, räumte Marbach ein. Das habe LTU zwar nicht an den Buchungen gemerkt – das wäre nach Marbachs Einschätzung erst bei einem längeren Streik der Fall gewesen. «Aber unsere Call-Center waren unter Dauerstress», schilderte er. Juli und August seien die besten Reisemonate. Ein Ausfall von LTU-Flugzeugen in dieser Zeit hätte das Unternehmen hart getroffen.

Die LTU stellt sich ferner auf größere Konkurrenz am Heimatflughafen Düsseldorf ein. Er verwies auf die Ankündigung der Lufthansa, ab Mai 2008 drei Langstreckenmaschinen in Düsseldorf neu einzusetzen. «Das ist eine Attacke auf die LTU und die Air-Berlin-Gruppe», sagte Marbach.

Air Berlin sei mit der LTU die klare Nummer 1 am Flughafen Düsseldorf. Laut Airport beförderte die Air-Berlin-Gruppe einschließlich der LTU 2007 bis Ende Juli 3,6 Millionen Passagiere von und nach Düsseldorf. Bei Lufthansa seien es 2,4 Millionen gewesen. Das Bundeskartellamt hatte am 8. August grünes Licht für die Übernahme von LTU durch Air Berlin gegeben. (nz/dpa)

 
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