21. Aug 2007 13:18
Auch «Harry Potter» hat den deutschen Kinobetreibern nicht genügend Zuschauer in die Säle gezaubert: Die Hoffnungen der Branche ruhen nun auf dem dritten Einsatz von Matt Damon als Jason Bourne.
Kassenschlager wie «Harry Potter» oder «Die Simpsons» können den Besucherrückgang bei den deutschen Kinos nicht aufhalten. Seit Jahresbeginn bis Mitte August seien an den Wochenenden (donnerstags bis sonntags) 53,7 Millionen Eintrittskarten verkauft worden, rund 1,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2006, teilte der Verband der Filmverleiher (VdF) am Dienstag in Berlin mit.Das schöne Wetter habe den Kinobetreibern regelmäßig das Geschäft vermiest, sagte VdF-Geschäftsführer Johannes Klingsporn. Deshalb müssten die Kinos mit diesem Ergebnis schon zufrieden sein. Der Umsatz durch viele Filme mit Überlängenzuschlag um 1,1 Prozent auf 347 Millionen Euro an den Wochenenden gestiegen.
Bis zum Jahresende sollen Filme wie der Action-Streifen «Das Bourne Ultimatum», der am 6. September startet, und «Ratatouille», der am 3. Oktober in die Kinos kommt, die Besucherzahlen wieder auf Vorjahresniveau steigen lassen, hoffte der Vorstandsvorsitzende des Interessenverbands HDF Kino, Thomas Negele. «Die Besucherzahlen gehen schon jetzt wieder konstant nach oben», und auch beim Umsatz zeichne sich seit einigen Monaten ein weiterer Anstieg ab, sagte er.Zusätzliche Einnahmen erhoffen sich die Kino-Betreiber zudem durch neue digitale Vorführtechnik. Besonders für Werbetreibende werde das Kino dadurch attraktiver. «Spots werden kurzfristig, kostengünstig und individueller einsetzbar sein», sagte der Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing, Jan Oesterlin.
Auch 3D-Versionen von Filmen würden zunehmend lukrativer. So habe das Imax-Kino am Potsdamer Platz in Berlin beim dreidimensionalen «Harry Potter und der Orden des Phoenix» allein in den ersten drei Wochen nach dem Filmstart 20.000 Besucher gezählt. (dpa)