Kräftiges Gehaltsplus für Spitzen-Manager
16.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Den Angaben zufolge bekamen die Chefs der 30 Dax-Unternehmen im Durchschnitt 3,417 Millionen Euro in bar für das Jahr 2006. Hinter Ackermann rangierten Linde-Chef Wolfgang Reitzle (5,9 Millionen) und DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche (4,5 Millionen). Schlusslicht unter den Konzernchefs war demnach der Infineon- Vorstandsvorsitzende Wolfgang Ziebart (1,7 Millionen).
Am deutlichsten erhöhte der Handelskonzern Metro die Gehälter seiner Führungsmannschaft: Pro Vorstand wurden 2006 rund 2,6 Millionen Euro gewährt und damit gut 60 Prozent mehr Barvergütung als ein Jahr zuvor. Kräftige Zuschläge von rund 30 bis fast 45 Prozent gab es auch beim Versicherer Allianz, beim Elektrokonzern Siemens, bei Deutscher Börse und Postbank sowie bei MAN.
Außer einem festen Einkommen erhalten viele Manager eine Reihe variabler Vergütungen, die vom geschäftlichen Erfolg abhängen - etwa Gewinnbeteiligungen, Aktienoptionen und Provisionen. Das macht es Fachleuten schwierig, die Vorstandsbezüge zu vergleichen. So errechnete die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) eine durchschnittliche Vergütung der Konzernchefs im Deutschen Aktienindex von 4,6 Millionen Euro, die Hans-Böckler-Stiftung kam auf 5,1 Millionen. Es fehle an «Standardisierung, um die Angaben gut vergleichen zu können», monierte die gewerkschaftnahe Düsseldorfer Stiftung am Donnerstag in einer Mitteilung. (AP)

