Netzeitung Logo

 
DruckenVersenden
 

Totalschaden bei der Göttinger Gruppe

16. Aug 2007 13:47
Kein Geld mehr vorhanden - Anleger der Göttinger Gruppe gehen leer aus
Bild vergrößern
Die 250.000 Anleger der insolventen Göttinger Gruppe gehen leer aus. Der Insolvenzverwalter sieht keine Möglichkeiten, an Geld zu kommen – es ist nichts mehr übrig.

Der Insolvenzverwalter für den Finanzkonzern Göttinger Gruppe sieht kaum Chancen für Anleger, wieder an ihr Geld heranzukommen. Er gehe davon aus, «dass die gesamten Anlagen der Göttinger Gruppe in Höhe von gut einer Milliarde Euro vollständig verloren sind», teilte der Rechtsanwalt Rolf Rattunde am Donnerstag in Berlin mit. Das Insolvenzverfahren gerate zu einem «wirtschaftlichen Totalschaden».

Mehr in der Netzeitung:
  • Göttinger Gruppe vor dem Zusammenbruch 08. Jun 2007 14:21
  • Betrugs-Ermittlungen gegen Göttinger Gruppe 04. Jun 2007 17:56, ergänzt 06. Jun 2007 14:40
  • Vor dem Amtsgericht Charlottenburg hatte zuvor die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Von der Pleite sind wahrscheinlich mehr als 250.000 Anleger betroffen. Das Gericht hatte im Juni das Insolvenzverfahren über die Finanzholding der Göttinger Gruppe und zwei weitere Gesellschaften des Konzerns mit Sitz in Berlin eröffnet.

    An der Gläubigerversammlung für die Holding am Donnerstag nahmen nach Angaben Rattundes 44 Personen teil, die Forderungen von rund 70 Millionen Euro und einige tausend Investoren vertreten hätten.

    Der Insolvenzverwalter wies darauf hin, dass die Anleger auch noch mit Steuernachforderungen rechnen müssten. Das Steuersparmodell der Göttinger Gruppe habe vor allem auf stillen Einlagen basiert. In der Vergangenheit hätten Anleger so Verluste abschreiben können - jetzt aber sei es den Finanzämtern möglich, Steuerersparnisse zurückzufordern. In Verhandlungen mit dem zuständigen Finanzamt Göttingen bemühe er sich, «zusätzliche Schäden für die Anleger nach Möglichkeit zu mildern».

    Die Göttinger Gruppe hatte in den vergangenen Jahren im großen Stil so genannte atypische stille Beteiligungen als Altersvorsorge angeboten. Den Anlegern brachte ihr Engagement allerdings häufig nur Verluste. Ein Mitbegründer des Konzerns wurde Mitte Juli in den Niederlanden verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert.

    Gegen eine Kaution in sechsstelliger Höhe wurde er inzwischen aus der Haftanstalt Göttingen entlassen, wie ein Justizsprecher am Donnerstag sagte. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Securenta AG war wegen Steuerhinterziehung international gesucht worden. Die Securenta AG ist die Hauptgesellschaft des Konzerns. (dpa)

     
    Drucken
    Versenden
    • Bookmark:
    • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Aus anderen Ressorts
    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
    Immobiliensuche
    Immobilien
    immonet
    Anzeigen:

    Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.