08. Aug 2007 15:32
Nachdem ein Partner für die Funknetzsparte gefunden ist, gibt Nokia nun die Entwicklung von Handy-Prozessoren aus der Hand. Ziel ist die Konzentration auf die «Kernkompetenz» des Weltmarktführers.
Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia lagert die Entwicklung von Prozessoren für seine Geräte aus. Das italienisch-französische Halbleiter-Unternehmen ST Microeletronics solle vor allem die Mikrochips für die dritte Generation von 3G-Mobiltelefonen für Nokia entwickeln, teilte der finnische Konzern am Mittwoch mit.Wie aus der Nokia-Zentrale in Espoo vor den Toren Helsinkis verlautete, wolle man sich zukünftig mehr auf die eigene «Kernkompetenz» konzentrieren und gleichzeitig auf dem Markt vorhandene Chip-Kompetenz zukaufen.
Weil sich Handys immer mehr zu Mini-Computern entwickeln, gelten die darin eingesetzten Mikrochips als zunehmend wichtigere Komponente. Nokia erklärte, das Unternehmen werde die eigene Modem-Technologie weiter selbst entwickeln.Das Unternehmen hatte in der Vorwoche einen überraschend hohen Gewinn für das zweite Quartal veröffentlicht. Nokias Weltmarktanteil stieg in diesem Zeitraum von 34 Prozent zwölf Monate zuvor auf 38 Prozent. (dpa)