Richter Brewster urteilte das Microsoft-Programm nutze eines der beiden strittigen Patente überhaupt nicht. Die Urheberrechte für das zweite lägen zwar tatsächlich bei Alcatel-Lucent und dem Fraunhofer-Institut. Brewster bezeichnete es aber als unlogisch, dass das Institut nicht ebenfalls geklagt hatte und wies die von der Jury festgelegten Ansprüche des Konzerns gegen Microsoft zurück.Insgesamt hat Alcatel-Lucent sechs Patentrechtsklagen gegen Microsoft angestrengt. Ursprünglich richteten sich die Forderungen gegen die Computerhersteller Dell und Gateway, die Microsofts Mediaplayer auf ihren Rechnern installiert hatten. Die Klage betrifft indirekt auch Unternehmen wie Apple oder Realnetworks, die für ihre MP3-Software ebenfalls Lizenzgebühren an die Fraunhofer-Gesellschaft, nicht aber an Alcatel-Lucent gezahlt haben.