netzeitung.deVattenfall drängt zu rascher Aufklärung

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AKW Krümmel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe AKW Krümmel
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Ratschläge umsetzen und zügig wieder in Betrieb, heißt die Parole von Vattenfall. Eine Expertenrunde soll schon Mitte August erste Ergebnisse zur Pannenserie in Brunsbüttel und Krümmel vorlegen.

Die von dem Betreiber Vattenfall eingesetzte Expertenrunde zur Klärung der Pannen in den beiden Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel hat am Freitag die Arbeit aufgenommen. Die erste Sitzung fand im Kraftwerk Krümmel statt.

«Wir erhoffen uns, dass wir Mitte, Ende August erste Ergebnisse haben», sagte der Chef der Atomsparte in Deutschland, Reinhardt Hassa, auf dem Gelände des Reaktors in Geesthacht. Man werde die Vorschläge der Experten umsetzen und wieder in Betrieb gehen.

Vattenfall habe für die Arbeit der Experten fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, fügte Hassa hinzu. Etwa die gleiche Summe bringe der Konzern zur Behebung der Schäden in Krümmel auf.

Es gehe darum, von der Technik über die Reaktion des Personals bis zu organisatorischen Fragen alles zu untersuchen, sagte Adolf Birker, Mitglied der Expertenrunde. Die Diskussion bezeichnete er als überhitzt, weil sie von der Sache ablenke.

So schnell wie möglich hochfahren
Am 28. Juni waren die beiden Meiler nach Pannen vom Netz gegangen. In Krümmel war nach einem Kurzschluss ein Transformatoren-Gebäude ausgebrannt. Die verkohlten Reste der Anlage wurden inzwischen ausgebaut. Nach Hassas Angaben sollen beide AKW so rasch wie möglich wieder ans Netz gehen.

Auf einen Termin wollte er sich aber nicht festlegen. Das für die Atomaufsicht zuständige Kieler Sozialministerium macht eine vollständige Aufklärung der Ursachen zur Bedingung für die Genehmigung, den Reaktor wieder hochzufahren. Nach Angaben von Vattenfall bedeutet der Stillstand von Krümmel und Brunsbüttel einen Einnahmeausfall von täglich einer Million Euro. (dpa/AP)