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Motorola bekommt Krise nicht in den Griff

12. Jul 2007 11:12
Soll die Wende bringen: das Razr2
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Der Wandel in der Handy-Branche ist schnell – zu schnell für manche Anbieter. Motorola versucht mit allen Mitteln die Wende zu schaffen. Die Konkurrenz ist da schon viel weiter.

Der amerikanische Technologiekonzern Motorola hat erneut eine Gewinnwarnung aussprechen müssen. Das Unternehmen erwartet ein Minus von zwei bis vier Cent je Aktie im zweiten Quartal, teilte der Konzern am Mittwochabend mit. Umstrukturierungen und auch die Verlust schreibende Handy-Sparte belasten das Ergebnis.

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Derzeit ist Motorola noch weltweit die Nummer zwei im Handymarkt – hinter der finnischen Konkurrenz Nokia. Seit längerem kämpft das Unternehmen mit einer veralteten Modellpalette und einem stark rückläufigem Aktienkurs. Motorola geht nach eigenen Angaben nicht mehr länger davon aus, dass seine Mobilfunksparte im Geschäftsjahr 2007 profitabel sein wird. Verantwortlich dafür sei der schleppende Verkauf in Europa und Asien, hieß es zur Begründung.

Große Erfolge feierte Motorola mit dem Modell Razr – seitdem konnte das Unternehmen jedoch nicht mehr mit einem Handy ähnliche Aufmerksamkeit generieren. Jetzt versucht es der Konzern mit einem Nachfolge-Modell, dem Razr2.

Rücktritt von Zander erwartet

Ed Zander vor den Rauswurf?
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Vor Bekanntgabe der Nachrichten hatten Motorola-Aktien an der Wall Street zeitweise noch Kursaufschläge von fast drei Prozent verzeichnet; den Handel verließen sie mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 17,95 Dollar. Grund waren Spekulationen, dass Motorola-Chef Ed Zander auf Druck eines einflussreichen Investoren kurz vor dem Rücktritt stehe. Motorola äußerte sich zu diesem Gerücht nicht.

Analysten sehen in einem Rückzug des Konzernchefs die einzige Chance, dass sich die Motorola-Aktien wieder erholen. Diese haben seit Mitte Oktober etwa ein Drittel ihres Werts eingebüßt. «Ich glaube nicht, dass Zander noch lange im Amt bleibt», sagte vor diesem Hintergrund etwa Ed Snyder von Charter Equity Research.

SonyEricsson glänzt mit guten Zahlen

Andere Unternehmen in der Branche sind dagegen deutlich erfolgreicher: SonyEricsson hat im zweiten Quartal den Handy- Absatz und das Ergebnis erneut deutlich gesteigert. Der Umsatz sei verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 3,11 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Gemeinschaftsunternehmen von Sony und Ericsson mit.

Der Absatz legte im zweiten Quartal um 59 Prozent auf 24,9 Millionen Geräte zu, womit die Gesellschaft an die Entwicklung des Vorjahres anknüpfen konnte. SonyEricsson ist nach Nokia, Motorola und Samsung der viertgrößte Handyhersteller der Welt.

Für dieses Jahr rechnet Flint mit einem branchenweiten Absatz von über 1,1 Milliarden Mobiltelefonen. Angetrieben wird das Wachstum in erster Linie von der Nachfrage in Schwellenländern wie Indien, China und Brasilien, wo vor allem günstigere Geräte gekauft werden. Mit neuen Geräten hat Sony Ericsson auf diesen Trend reagiert, was sich im niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis pro Handy (ASP) niederschlägt. Dieser fiel von 145 Euro im Vorjahr auf 125 Euro im zweiten Quartal. (nz/Reuters/dpa)

 
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