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Universal nimmt den Kampf mit iTunes auf

03. Jul 2007 11:46
Apples iPod und iPod-Musikladen
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Die dominierende Marktstellung von iPod und iTunes stört die Musikbranche schon seit langem. Universal Music will sich jetzt offenbar auf einen Kampf gegen Apple einlassen.

Der Musikkonzern Universal Music will nicht langfristig mit Apples Online-Musikvertrieb iTunes zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Vertragsangebot lehnte Universal laut Medienberichten ab. Der bisherige Zweijahresvertrag zwischen beiden Unternehmen ist damit im Juni ausgelaufen, wie die «Financial Times Deutschland» (FTD) unter Berufung auf Branchenquellen berichtet. Zwar könnten weiterhin Universal-Songs über iTunes gekauft werden – die Zusammenarbeit könne aber jederzeit mit Monatsfrist beendet werden.

Der Musikkonzern Universal Music versucht damit offenbar, die Marktmacht von Apples Online-Vertrieb iTunes zu brechen. Der Hersteller von Computern und Musikabspielgeräten hatte Universal einen langfristigen Kooperationsvertrag angeboten, damit Songs von Stars wie Mariah Carey oder der Band Black Eyed Peas exklusiv über die Apple-Plattform verkauft werden.

Apples Marktmacht ärgert die Branche

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Der Musikbranche ist jedoch die dominante Stellung des Apple-Vertriebs ein Ärgernis. So kontrolliert Apple in den USA bereits mehr als zwei Drittel des Markts für online gekaufte Songs. Sorgen bereitet der Branche vor allem das Apple-Preismodell: Über iTunes werden Songs für 99 Euro-Cent beziehungsweise 99 US-Cent verkauft. Lediglich der Musikkonzern EMI hat mit Apple vereinbart, Songs für 1,30 Dollar anzubieten – der Rest der Branche wollte EMI darin aber nicht folgen.

Außerdem stört sich die Branche an der Verquickung von Inhalte- und Endgeräte-Verkauf: Bei iTunes gekaufte Lieder können nur auf dem iPod abgespielt werden. Angesichts der Marktdominanz des iPod kommt die Branche nicht um iTunes herum. Überdies wirft die Branche Apple vor, stärkeres Wachstum im Online-Vertrieb mit seiner Marktmacht zu behindern.

Universal will sich mit der Abkehr von exklusiven Vertriebsrechten für Apple Optionen mit anderen Vetriebspartnern aufbauen. Dazu könnten entweder einzelne Künstler oder ganze Sparten des Universal-Repertoires über iTunes-Konkurrenten verkauft werden. So hatte die Tochter des französischen Vivendi-Konzerns einen Anteil am Microsoft-Ableger Zune erworben. Das als Konkurrent zum iPod geplante Abspielgerät konnte Apple bislang aber noch keine nennenswerten Marktanteile abnehmen. Das könnte sich ändern, wenn Universal einen Teil seiner Songs exklusiv über Zunes Musikladen anbietet. (nz)

 
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