netzeitung.deBis zu 200.000 iPhones verkauft

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Wie hier in New York gab es US-weit großes Interesse am Apple-Handy (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wie hier in New York gab es US-weit großes Interesse am Apple-Handy
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Stimmen die Schätzungen von Analysten, hat Apple-Chef Jobs ein Fünzigstel seiner Verkaufsvorgaben für das iPhone bereits erfüllt - am ersten Wochenende. Firmen-Mitgründer Wozniak warb mit.

Offizielle Zahlen gibt es nicht, Analysten von Global Research schätzen aber, dass allein am ersten Wochenende 200.000 Stück des neuen Apple-Handys iPhone verkauft wurden. Damit wäre der obere Rand der Expertenschätzungen erreicht: Analysten hatten laut «Bloomberg» mit zwischen 50.000 und 200.000 Geräten gerechnet. Nach Schätzungen der in San Francisco ansässigen Global Equities Research setzte der exklusive Provider AT&T 72.000 Stück ab. In den Apple-Läden in den USA gingen demnach weitere 128.000 iPhones über den Tresen.

Die seit Wochen laufende Marketingkampagne unter Führung von Apple-Chef und –Mitgründer Steve Jobs wäre damit ein Erfolg: Er hatte eine Gesamtverkaufszahl von zehn Millionen Stück genannt – bis Ende 2008. Damit will er nicht nur ein Prozent des weltweiten Handymarktes besetzen. Jobs hofft auch, das Geschäft mit Mobiltelefonen zur dritten Säule seines Unternehmens zu machen – neben den Macintosh-Rechnern und den iPod-MP3-Player, die Apple jährlich etwa zehn Millionen Dollar Umsatz bescheren.

«Außerordentlich gut»
Das iPhone wird für 500 bis 600 Dollar verkauft, verbindet Telefonfunktionen mit denen von Kleinstrechnern und bietet auch einen Webbrowser für den Weg ins Internet. Trotz des vergleichsweise hohen Preises und der offenbar längeren Wartezeiten, die Kunden für einen neuen Mobilfunkanschluss bei AT&T abverlangt wurde, waren die Geräte in den US-weit rund 1800 Läden nach Firmenangaben des Mobilfunkanbieters binnen 24 Stunden praktisch ausverkauft.

Im Internet wurden die Geräte bereits zu einem Preis von bis zu 12.500 Dollar gehandelt. Apple selbst nennt keine Verkaufszahlen. Ein Sprecher ließ sich lediglich mit den Worten zitieren, die Aktion sei «außerordentlich gut» gelaufen. Landesweit hatten die Läden das Gerät am Freitag von 6 Uhr morgens an verkauft – je nach Zeitzone. Der Sprecher verwies darauf, dass Interessenten im Internet überprüfen könnten, in welchen der 164 Apple-Läden in den USA das Gerät noch vorrätig sei. Dort könnten sie auch zwei iPhones zugleich kaufen, während bei AT&T nur die Abnahme eines einzelnen Gerätes pro Kunde möglich sei.

Steve hilft Steve
Hilfe im Werbefeldzug kam von Steve Wozniak, einer der beiden Partner von Jobs bei der Gründung der Computerfirma 1976. Er sei nun bereit, dass iPhone, dass er als Testgerät habe, zu seinem Hauptanschluss zu machen, berichtete Wozniak. Dabei hätten ihm die ersten Anrufe mit dem neuen Gerät gar nicht so gut gefallen, gestand er ein. Dann aber habe er den Browser ausprobiert – und sei begeistert gewesen, wie einfach es gewesen sei, «richtige Webseiten aufzurufen», ließ es sich zitieren. (nz)