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IBM-Supercomputer sind nicht zu schlagen

27. Jun 2007 16:00
Bleibt der schnellste: Blue Gene´/L in der US-Atomforschungsanlage LLNL
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Gleich sechs der zehn schnellsten Rechner der Welt stammen von IBM. Auch wenn der Spitzenreiter derselbe ist: Die Leistung der Supercomputer wächst rasant.

Der schnellste Computer der Welt ist zum sechsten Mal in Folge die Rechenanlage Blue Gene/L im Kernforschungszentrum Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) der US-Regierung. Mit einer Leistung von 280,6 Billionen Rechenschritten pro Sekunde (Teraflops) führt der Supercomputer von IBM auch die neue Liste der «Top 500» an, die am Mittwoch in Dresden veröffentlicht wurde.

Erneut ist auch eine Anlage aus Deutschland unter den zehn schnellsten Rechnern der Welt. Das im Leibnitz Computer Center in München installierte System der Firma SGI schafft 56,5 Teraflops und liegt damit auf Platz zehn. Es ist etwa 7000 Mal schneller als ein moderner PC, der 0,008 Teraflops erreicht.

Anforderungen verdoppelt

Europas schnellster Rechner ist weiterhin «Mare Nostrum», der im Barcelona Supercomputing Center in Spanien in einer alten Kirche untergebracht ist und mit 62,63 Teraflops Wissenschaftlern für Forschungszwecke zur Verfügung steht. Der schnellste Computer für rein akademische wecke belegt mit 73 Teraflops Platz sieben und steht am Rensselaer-Polytechnikum in Troy im US-Bundesstaat New York. Die 500 schnellsten Supercomputer leisten zusammengerechnet 4,92 Petaflops und damit fast fünf Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde.

Um in die zwei Mal im Jahr veröffentlichte «Top 500»-Liste aufgenommen zu werden, haben sich die Anforderungen innerhalb eines halben Jahres verdoppelt. Das mit einer Leistung von 9,2 Teraflops auf Platz 500 gelandete System, eine Anlage im Pacific Northwest National Laboratory, wäre nach Angaben der Herausgeber der Liste im vergangenen November noch auf Platz 216 gekommen. Vor einem Jahr war mit der Anlage JUBL des Forschungszentrums Jülich erstmals seit 2001 ein deutsches System unter den ersten Zehn gelandet.

IBM hat die Nase vorn

Der US-Computerkonzern IBM, der sechs der zehn schnellsten und 23 der 50 schnellsten Superrechner gebaut hat, will mit seinem neuen System Blue Gene/P auch künftig seine Spitzenposition verteidigen. Aus dieser Serie soll voraussichtlich bereits im kommenden Jahr ein Supercomputer fertig gestellt werden, der eine permanente Rechengeschwindigkeit von mehr einem Petaflop erreicht und damit rund 100.000 Mal leistungsfähiger wäre als ein gewöhnlicher PC.

Schon in diesem Herbst soll ein System der Blue Gene/P-Reihe am Forschungszentrum Jülich installiert werden. Es ist auf 220 Teraflops ausgelegt und wäre damit derzeit unter den schnellsten drei Supercomputern der Welt.

Seit 1993 veröffentlicht Hans Werner Meuer, Professor an der Universität in Mannheim, mit drei weiteren Wissenschaftlern die «Top 500»-Rangliste im Rahmen der Internationalen Supercomputer-Konferenz, die diesmal in Dresden stattfindet. (dpa)

 
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