Dow Jones gehört in Kürze Rupert Murdoch
Die Familie kontrolliert Dow Jones mit einem Anteil von rund 64 Prozent. Er erwarte eine Einigung mit den Bancrofts in zwei bis drei Wochen. Diese sei aber noch nicht sicher, betonte Murdoch. Er schloss jedoch eine Erhöhung seines Angebots von rund fünf Milliarden Dollar aus.
Journalisten der Dow-Jones-Zeitungen wie dem «Wall Street Journal» und auch die Bancrofts fürchten eine Einmischung Murdochs in die redaktionelle Arbeit. Kritiker werfen dem Medienunternehmer vor, gekaufte Publikationen wie die britische «Times» als politisches Sprachrohr zu missbrauchen.
Einige Fragen seien aber noch offen, hieß es in den Kreisen weiter. Die Bancrofts sollten noch in dieser Woche über die Fortschritte informiert werden. Die «New York Times» hatte zuletzt berichtet, auch wenn sich Murdoch und Dow Jones auf eine Klausel zum Schutz der Inneren Pressefreiheit verständigen sollten, könnten die Bancrofts das Übernahmeangebot immer noch ablehnen.
In der vergangenen Woche nahmen die Gespräche zwischen Murdoch und Dow Jones wieder Fahrt auf, nachdem die Führung des Medienkonzerns das Verhandlungsmandat von den Bancrofts übernommen hatte. Das Management befürchtet, dass sich Murdoch zurückziehen könnte, wenn die Verhandlungen zu lange dauern.
Einige Analysten erwarten dann einen Kurseinbruch auf 30 Dollar. Murdoch bietet 60 Dollar je Aktie, was 65 Prozent über dem Kurs kurz vor Bekanntwerden der Offerte liegt. Derzeit kostet eine Aktie des Unternehmens, das mit seiner Finanznachrichtenagentur Dow Jones Newswires in Konkurrenz zu Reuters und Bloomberg steht, knapp 59 Dollar. (Reuters)

