Bahn bietet zwei - Transnet will aber sieben
26.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die Friedenspflicht endet am 30. Juni. «Wir hoffen, dass der Arbeitgeber noch innerhalb der Friedenspflicht ein vernünftiges und verhandelbares Angebot macht», sagte der Transnet-Sprecher. Gewerkschaftschef Norbert Hansen hatte bereits am Wochenende Streiks nach Ablauf der Friedenspflicht angedroht.
Transnet erklärte, das Angebot sei mit «erheblichen Zugeständnissen» der Mitarbeiter verbunden. So soll die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden angehoben werden. «Die Arbeitgeber provozieren geradezu Streit», sagten Transnet-Verhandlungsführer Alexander Kirchner und sein GDBA-Pendant Heinz Fuhrmann. «Solche Almosen verhöhnen die Beschäftigten.»
Die kleinere Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die einen eigenen Tarifvertrag für das fahrende Personal mit Einkommenserhöhungen um bis zu 31 Prozent fordert, sitzt nicht mit am Verhandlungstisch. GDL-Chef Manfred Schell bekräftigte am Dienstag die Drohung, schon in der kommenden Woche mit Warnstreiks zu beginnen. «Der Streik ist praktisch nicht mehr abwendbar», sagte Schell im ARD-Morgenmagazin. Am Montag werde die Öffentlichkeit über Einzelheiten informiert.
Die Bahn lehnt einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer ab. «Die GDL will die Spaltung der Belegschaft herbeiführen», kritisierte Suckale. «Es ist unverantwortlich, eine Streikankündigung zu machen, bevor man sich an den Verhandlungstisch setzt.» (nz)

