netzeitung.deApple gehen die iPhone-Bildschirme aus

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Für das iPhone fehlen Teile (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Für das iPhone fehlen Teile
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Kurz vor Marktstart des iPhone in den USA kämpft Apple mit Lieferproblemen. Kurzfristig wurden bei Balda zusätzliche berührungsempfindliche Bildschirme bestellt.

Der US-Computerhersteller Apple hat die Aufträge für iPhone-Bildschirme bei dem deutschen Zulieferer Balda deutlich erhöht. Hintergrund seien Lieferverzögerungen des zweiten Herstellers Sharp, berichtete das «Handelsblatt» am Dienstag unter Berufung auf Kreise. Balda werde deshalb kurzfristig über den Bau eines zweiten Werkes für Berührungsbildschirme entscheiden.

Sowohl Apple als auch Sharp und Balda lehnten auf Anfrage der Zeitung eine Aussage zu eventuellen Kundenbeziehungen oder Spekulationen über Lieferengpässe ab. Ein Balda-Sprecher sagte lediglich, dass das Unternehmen tatsächlich eine Erweiterung des Werkes im chinesischen Xiamen erwäge. Die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Am dortigen Bildschirm-Hersteller TPK ist Balda mit knapp 50 Prozent beteiligt. «Wir wollen in diesem Bereich generell stark wachsen», sagte der Sprecher dem «Handelsblatt». Die Kapazität des ersten Werks sei vermutlich «im zweiten Quartal 2008» ausgereizt, hatte Balda früher erklärt.

Die Herstellung des Bildschirms für das Mobiltelefon iPhone, das ab 29. Juni in den USA verkauft wird, sei offenbar komplizierter als erwartet, berichtete das Wirtschaftsblatt: Probleme bereite die mechanische Verbindung des Bildschirms mit der schützenden Glasoberfläche.

Weder Balda noch Sharp hätten je bestätigt, Displays für das iPhone zu liefern, hieß es. Balda hatte im Januar den generellen Abschluss eines Liefervertrags mit Apple bekannt gegeben, aber nie spezifiziert, um welche Produkte es sich dabei genau handele.

Lieferengpässe bei Komponenten könnten für Apple fatale Folgen haben. Die Erwartungen der Investoren seien extrem hoch - was schnell zu Enttäuschungen führen könnte. Der Konzern will zehn Millionen Geräte in den ersten zwölf Monaten verkaufen. Analysten erwarten einen Absatz in den ersten zwei Tagen von bis zu 200.000 Geräten und drei Millionen bis Jahresende. Das iPhone soll je nach Ausstattung zwischen 499 Dollar und 599 Dollar kosten.

In den USA haben Umfragen geben, dass viele Handy-Nutzer sogar den Anbieter wechseln wollen, um das neue Gerät kaufen zu können. Apple hat in den Vereinigten Staaten eine exklusive Vereinbarung mit AT&T. Ein Termin für den Start in Europa steht noch nicht fest. (nz/dpa)