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Hersteller stoppt vorläufig «Manhunt 2»

22. Jun 2007 10:17
Auflauern - und dann töten: Szene aus dem Computerspiel 'Manhunt 2'
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Der Hersteller des brutalen Computerspiels «Manhunt 2» zieht die Konsequenzen aus Verboten in mehreren Ländern: Die Markteinführung wurde zunächst ausgesetzt.

Nach Verboten in Irland und Großbritannien sowie einer Zulassung nur für Erwachsene in den USA hat der US-Computerspiele-Hersteller Take Two vorläufig das Gewaltspiel «Manhunt 2» gestoppt. Die in New York ansässige Firma wolle «alle Optionen prüfen», werde aber weiterhin «hinter diesem außergewöhnlichen Spiel stehen», teilte Take Two in Dallas mit.

Die irische Behörde für Filmzensur hatte mit «Manhunt 2» am Mittwoch erstmals ein Computerspiel verboten. «Manhunt 2» bringe fortgesetzten Sadismus ohne irgendeinen Handlungskontext auf den Bildschirm, hieß es zur Begründung. Auch in Großbritannien wurde die Markteinführung, die für 10. Juli angesetzt war, von den Behörden gestoppt.

Hersteller nennt Brutalo-Spiel «Kunst»

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In den USA wurden die Versionen für die Spielekonsolen Wii und Playstation nur für Erwachsene (Adults Only, AO) freigegeben. Dies könnte einen Einbruch bei den Verkaufszahlen zur Folge haben: Große Ketten wie Wal-Mart, Target und Best Buy führen keine «AO-Spiele».

«Wir glauben an die Freiheit kreativen Ausdrucks genauso wie an ein verantwortliches Marketing», teilte Take Two mit. Der Spielehersteller bezeichnete das Spiel als «schönes Kunstwerk». Entwickelt wurde «Manhunt 2» von demselben Spiele-Studio, das auch schon für die umstrittene Reihe «Grand Theft Auto» verantwortlich zeichnete.

Auch Italien prüft Verbot

Unterdessen zeichnete sich auch ein Verbot des Spiels in Italien ab. Kommunikationsminister Paolo Gentiloni sagte am Donnerstag, er wolle den Verkauf stoppen. «Manhunt 2» sei «grausam und sadistisch, mit einer armseligen Umgebung und einer fortlaufenden, unablässigen Ermutigung von Gewalt und Mord».

In Deutschland wurde bereits der 2003 eingeführte Vorgänger «Manhunt» nicht nur als jugendgefährdend indiziert, sondern auch auf Grund eines Beschlusses des Amtsgerichts München bundesweit beschlagnahmt. Neuseeland hatte «Manhunt» bereits im Dezember 2003 verboten. Bei «Manhunt 2» schlüpfen Spieler in die Rolle eines Verrückten, der aus einer Psychiatrie ausbricht und seine Widersacher auf besonders unappetitliche Weise umbringt. (nz/AP/Reuters)

 
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