netzeitung.deMurdoch bietet Myspace für Yahoo-Anteile

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Rupert Murdoch hat derzeit nicht nur Interesse an Dow Jones. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rupert Murdoch hat derzeit nicht nur Interesse an Dow Jones.
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Medien-Investor Murdoch will Yahoo ein interessantes Angebot machen. Am Ende wäre News Corp. im Netz deutlich aktiver und Yahoo hätte endlich eine Community-Plattform.

Der Medien-Unternehmer Rupert Murdoch möchte offenbar die Web-Community Myspace gegen einen Anteil von 30 Prozent an dem Internet-Anbieter Yahoo eintauschen. Wie die britische «Times» berichtete, gab es dazu erste Vorgespräche zwischen Murdochs Medienkonzern News Corp. und Yahoo. Es sei aber unklar, ob die Gespräche nach dem Ausscheiden des bisherigen Yahoo-Chefs Terry Semel weitergehen.
Murdoch am Internet-Business interessiert
Die «Times» gehört zu Murdochs Medienimperium und dürfte entsprechend gut informiert sein. News Corp. sei an der Transaktion interessiert, da der Konzern damit den Zugang zu einem weitaus größeren Internet-Geschäft erhielte, hieß es. News Corp. biete Yahoo auch andere Internet-Aktivitäten wie die Computerspiele-Website IGN an, für die Murdoch vor zwei Jahren 650 Millionen Dollar gezahlt hatte.

News Corp. hatte Myspace im Sommer 2005 für 580 Millionen Dollar erworben. Auf dem Portal können Nutzer ihre eigenen Websites anlegen und miteinander kommunizieren. Yahoo war nach Aktienkurs am Dienstag rund 37 Milliarden Dollar wert. Dem «Times»-Bericht zufolge ist unklar, ob Yahoo die Bedingungen akzeptieren wird.

Yahoo wollte schon Myspace-Wettbewerber haben
Allerdings hat Yahoo Schwierigkeiten, vor allem bei den Online-Werbeumsätzen mit dem Rivalen Google Schritt zu halten, und ist daher an Partnerschaften mit Anbietern von Community-Plattformen interessiert. Yahoo versuchte im vergangenen Jahr erfolglos, für eine Milliarde Dollar den Myspace-Konkurrenten Facebook zu erwerben. Murdoch bemüht sich derzeit auch, den Finanznachrichten-Spezialisten Dow Jones, zu dem auch das «Wall Street Journal» gehört, für fünf Milliarden Dollar zu übernehmen.

Der bisherige Yahoo-Chef Terry Semel war am Montag zurückgetreten. Einer der Gründer des Unternehmens, Jerry Yang, folgte Semel als CEO nach. Zudem ernannte die Firma die frühere Finanzchefin Susan Decker zur Präsidentin. Sie wird das Werbe- und Mediengeschäft des Unternehmens leiten. Die Yahoo-Aktionäre hatten Semel vorgeworfen, er habe keine konkreten Pläne, wie das Unternehmen im Wettkampf mit Google verloren gegangenen Boden wieder gut machen könne. (nz)