Auch Microsoft-Anwalt Brad Smith zeigte sich zufrieden mit der Einigung. Google-Syndikus David Drummond sagte, die gefundene Lösung sei ein Schritt in die richtige Richtung, doch sollten die Maßnahmen noch verbessert werden, um Konsumenten einen besseren Zugang zu alternativen Festplatten-Suchprogrammen zu ermöglichen.Beobachter sahen in dem Vorgehen Googles gegen Microsoft Vista auch eine Retourkutsche: Zuvor hatte Microsoft die Marktmacht von Google kritisiert. Deshalb – so die Forderung von Microsoft – müssten die Kartellbehörden den Kauf von Doubleclick durch Google genauestens prüfen. Microsoft war selbst an dem Online-Vermarkter interessiert, kam aber im Bieterstreit nicht zum Zuge.
Das erst vor wenigen Monaten eingeführte Vista ist bereits scharf von Konzernen wie IBM, Nokia, Sun Microsystems und Oracle kritisiert worden. Die Firmen monieren, Microsoft setze bei Vista die schon von der EU verurteilte Wettbewerbsbehinderung fort. Die EU-Kommission wirft dem US-Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Anbieter anderer Programme zu verdrängen.
Vista ist der Nachfolger des Betriebssystems Windows XP, das auf den meisten Computern weltweit läuft. Microsoft erzielt mehr als die Hälfte seines Umsatzes und fast seinen gesamten Gewinn mit dem Betriebssystem Windows und dem Softwarepaket Office. (nz/Reuters)