18.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Studenten an einem Laptop
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Zielgruppe ist recht überschaubar - doch die klickt die Website offensichtlich wie wild: Das Kontaktportal StudiVZ, erstmals vom IVW gezählt, erreichte gleich einen Spitzenplatz.
Das erstmals vom Werbevermarkter IVW gezählte Online-Kontaktportal für Studenten, StudiVZ, hat auf Anhieb den Spitzenplatz bei den so genannten Page Impressions (PI) erreicht. Laut IVW-Reichweiten-Ranking wurde das Angebot im Mai insgesamt 2,59 Milliarden Mal aufgerufen. Damit überholte StudiVZ den langjährigen Spitzenreiter T-Online, der im vergangenen Monat auf 2,18 Milliarden PI kam.
Allerdings steht der hohen PI-Zahl von StudiVZ ein deutlich geringerer Wert der Visits gegenüber: Hier erreicht das Studenten-Portal nur den sechsten Rang, deutlich hinter T-Online, MSN oder Yahoo. IVW verzeichnete für StudiVZ im Mai 80,14 Millionen Visits im Vergleich dazu: Für das Contentangebot von T-Online wurden 262,75 Millionen Visits registriert.
Die Studenten sind also offenbar recht klickfreudig: Sind sie einmal auf StudiVZ, bleiben sie dort recht lang die Quote (PI/Visits) liegt bei 32,37. Einen ähnlich hohen Wert erreichen nur noch das Kontaktportal Lokalisten sowie das Automarkt-Angebot mobile.de. T-Online, Spitzenreiter bei den Visits, kommt dagegen nur auf eine Quote von 8,28. Noch deutlich niedriger sind die Quoten bei AOL oder MSN.
Die Negativschlagzeilen, die StudiVZ Ende vergangenen Jahres schrieb, haben dem Angebot offensichtlich nicht geschadet. Der Plattform waren Datenschutzprobleme, Sicherheitslücken sowie sexuelle Belästigung durch Nutzer vorgeworfen worden. StudiVZ wurde im Januar 2007 vom Verlag Georg von Holtzbrinck übernommen. Über den Kaufpreis wurde damals geschwiegen es ist von einer Summe zwischen 50 und 100 Millionen Euro die Rede. (nz)