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Sony-Chef lobt Konkurrent Nintendo

15. Jun 2007 15:56
Howard Stringer nimmt den Kampf der Konsolen sportlich
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Die Wii bleibt zumindest in den USA die beliebteste Spielkonsole. Woran das liegt, erzählte Sony-Chef Stringer selbstkritisch in einem Interview.

Sony-Vorstandschef Howard Stringer hat das Geschäftsmodell des Spielkonsole-Konkurrenten Nintendo gelobt und damit zugleich eingeräumt, dass Sonys neuestes Produkt Playstation 3 zu teuer ist. Es sei «keine Frage», dass die Kunden geringere Preise wollten, sagte Stringer der «Financial Times». Daher sei sein Unternehmen gerade dabei, den Preis für die neue Konsole zu überprüfen.

Stringer machte indes keine Andeutungen, um wie viel günstiger die PS3 künftig angeboten werden könnte. Experten gehen davon aus, dass das rund 600 Dollar teure Gerät im Preis um 100 Dollar gesenkt werden müsste. Vorstandsvorsitzender Stringer deutete an, dass Sony den neuen Preis spätestens zum nächsten Weihnachtsgeschäft anbieten werde.

PS2 liegt weiter vor Xbox 360

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Bis dahin würden auch die von vielen Kunden vermissten neuen Spiele für die neue Konsole bereit stehen, versprach Stringer. Zugleich lobte er Nintendo: Das Unternehmen habe mit der Wii «ein sehr gutes Geschäftsmodell» – weil das Gerät billiger sei, räumte Stringer ein. Zugleich meinte er, die beiden Konsolen stünden nicht in direkter Konkurrenz zueinander. Sie ergänzten sich vielmehr gegenseitig.

Sony hat sich bei der Nachfrage nach teuren Spielekonsolen offensichtlich verschätzt: Wie neue Zahlen des Marktforschers NPD Group für die USA zeigen, hat das günstigste Gerät nach wie vor die Nase vorn: Im Mai seien 338.000 Wii-Konsolen abgesetzt worden, berichtete NPD. Dagegen fanden nur 81.600 PS3 einen Käufer. Damit rangiert die Konsole noch hinter der Xbox 360 von Microsoft mit 154.900 verkauften Stück. Allerdings gingen mit 187.800 weitaus mehr Stück des PS3-Vorgängers Playstation 2 über die Ladentheke – ein weiterer Beleg für die Fehleinschätzung des japanischen Elektronikkonzerns.

Sony fehlen die PS3-Blockbuster

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Sony hatte seine eigene Verkaufserwartung für die PS3 im gerade beendeten Geschäftsjahr um glatt eine halbe Million Geräte verfehlt. Analysten erwarten allein durch das neue Gerät einen Verlust von 60 bis 70 Milliarden Yen (zwischen 365 und 425 Millionen bis Euro) beim Hersteller.

Der kalkuliert normalerweise ein Minus bei einer neuen Konsole ein – der Fehlbetrag kann sogar über die ganze Angebotszeit der Konsole bestehen, denn Geld verdient wird letztlich mit dem Verlauf der dazugehörenden Spiele. Aber auch in diesem Geschäft ist es Sony bislang nicht gelungen, mit einem PS3-Titel Blockbuster-Status zu erlangen. So findet sich in den aktuellen US-Spielcharts kein einziges PS3-Spiel unter den ersten zehn. (nz)

 
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