Sony-Chef lobt Konkurrent Nintendo
15.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Stringer machte indes keine Andeutungen, um wie viel günstiger die PS3 künftig angeboten werden könnte. Experten gehen davon aus, dass das rund 600 Dollar teure Gerät im Preis um 100 Dollar gesenkt werden müsste. Vorstandsvorsitzender Stringer deutete an, dass Sony den neuen Preis spätestens zum nächsten Weihnachtsgeschäft anbieten werde.
Sony hat sich bei der Nachfrage nach teuren Spielekonsolen offensichtlich verschätzt: Wie neue Zahlen des Marktforschers NPD Group für die USA zeigen, hat das günstigste Gerät nach wie vor die Nase vorn: Im Mai seien 338.000 Wii-Konsolen abgesetzt worden, berichtete NPD. Dagegen fanden nur 81.600 PS3 einen Käufer. Damit rangiert die Konsole noch hinter der Xbox 360 von Microsoft mit 154.900 verkauften Stück. Allerdings gingen mit 187.800 weitaus mehr Stück des PS3-Vorgängers Playstation 2 über die Ladentheke ein weiterer Beleg für die Fehleinschätzung des japanischen Elektronikkonzerns.
Der kalkuliert normalerweise ein Minus bei einer neuen Konsole ein der Fehlbetrag kann sogar über die ganze Angebotszeit der Konsole bestehen, denn Geld verdient wird letztlich mit dem Verlauf der dazugehörenden Spiele. Aber auch in diesem Geschäft ist es Sony bislang nicht gelungen, mit einem PS3-Titel Blockbuster-Status zu erlangen. So findet sich in den aktuellen US-Spielcharts kein einziges PS3-Spiel unter den ersten zehn. (nz)

