11. Jun 2007 14:58
Dass mit nutzergenerierten Inhalten wie Videos auch Geld zu machen ist, überzeugt deutsche Medienmanager nicht. Ausländische Kollegen sehen das anders.
Konsequent halten deshalb deutsche Medienmanager den Preis für zu hoch, den Medienunternehmer Rupert Murdoch für das Videoportal Myspace bezahlt hat: Nur sechs Prozent der Befragten finden 580 Millionen Dollar für Myspace akzeptabel, 37 Prozent sind der Meinung, das sei zu viel.Grund für die Zurückhaltung der Deutschen sei deren Unerfahrenheit: «Mit Web 2.0 ist in den Vereinigten Staaten und England viel weiter verbreitet», sagte Nikolaus Mohr, Geschäftsführer Communication und Hightech bei Accenture. «Die Deutschen laufen noch etwas hinterher. Außerdem sind die Deutschen bei solchen Themen eher skeptisch, bis ein richtiges Geschäftsmodell gefunden ist.» Dabei sei das soziale Internet keine Modeerscheinung. «Die Medienmanager müssen sich darauf einstellen, dass diese Entwicklung ihre Geschäftsmodelle verändert, und sich Gedanken über neue Modelle machen.» Sich dagegen zu wehren sei der falsche Weg.
In einem Punkt waren sich indes deutsche und ausländische Manager in der Befragung einig: Blogs und nutzergenerierte Inhalte werden etablierte und hochwertige Portale und Nachrichten im Internet nicht verdrängen. (nz)