netzeitung.deVerleger sorgen sich um Glaubwürdigkeit

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Wie wehren sich die Zeitungen gegen neue Angebote aus dem Netz? (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wie wehren sich die Zeitungen gegen neue Angebote aus dem Netz?
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Neue Medien erhöhen vor allem die «Zahl der journalistisch schlichtesten Angebote», finden die Zeitungsverleger. Dass Qualität Geld kostet, haben auch sie inzwischen verstanden.

Inmitten zahlloser neuer Medienangebote sichern die klassischen Medien wie Zeitung, Zeitschrift, Buch, Fernsehen oder Radio nach Ansicht der Zeitungsverleger die publizistische Qualität. Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, sagte am Donnerstag in Köln beim Deutschen Evangelischen Kirchentag: «Es geht um Glaubwürdigkeit, um Wahrhaftigkeit, um Kompetenz und um Verantwortung.» Mit der immer größer werdenden Zahl der Medienangebote und Medienanbieter erhöhe sich vor allem auch «die Zahl der journalistisch schlichtesten Angebote».

Viele der neuen Anbieter interessieren sich nach Heinens Einschätzung nicht für die Trennung von journalistischen Inhalten und Werbung. Diese strikte Trennung gehöre jedoch zur Glaubwürdigkeit der Medien. «Jede Form von Schleichwerbung untergräbt das Vertrauen des Publikums in unsere Arbeit», sagte er nach Mitteilung seines Verbandes.

Heinen betonte, dass guter Journalismus teuer sei. «Er kostet Geld für intelligente und engagierte Mitarbeiter, er kostet Geld für deren Ausbildung, er kostet Geld für Produktionstechnik und er kostet Geld für die Freiräume, die für die wirklich neuen Geschichten und für die investigativen Recherchen erforderlich sind.» In einem «unangenehmen Gegensatz» dazu stehe die sinkende Bereitschaft der Nutzer, für Medieninhalte auch zu bezahlen. (dpa)