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Schlechte Aussichten für Ryanair

05. Jun 2007 14:25
Der Passagierzuwachs wird Ryanair nicht auf dem derzeitigen Niveau halten können
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Ryanair hat zwar Umsatz und Gewinn um ein Drittel gesteigert - die Wachstumsrate wird aber deutlich zurückgehen. Weil Firmengründer O'Leary den Konkurrenten Aer Lingus haben will, droht er sogar der EU.

Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair rechnet nach einem deutlichen Gewinnplus 2006/07 für das laufende Geschäftsjahr mit einer geringeren Steigerung. Der Überschuss werde in den zwölf Monaten bis März 2008 voraussichtlich um fünf Prozent zulegen, sagte Finanz-Controller Tracey McCann am Dienstag in Frankfurt. Der Aktienkurs gab nach den Zahlen um 5,68 Prozent auf 5,06 Euro nach. Händler nannten den schwachen Ausblick als Grund für den Kursrückgang. Zudem wirke ein Kommentar von ABN Amro negativ.

Die Zahl der beförderten Passagiere werde um 22 Prozent auf 52 Millionen wachsen, kündigte McCann an. Damit will Ryanair nach eigener Rechnung zur weltweit größten Linienfluggesellschaft werden - gemessen an den internationalen Passagierzahlen. Für diese Rangfolge hat Ryanair nach eigenen Angaben auch die Zahlen der fusionierten Airlines wie Air France und KLM sowie die Airlines der Lufthansa-Passage-Gruppe auseinandergerechnet.

Ein Drittel mehr Gewinn

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Zur geplanten Übernahme der irischen Fluglinie Aer Lingus kündigte Ryanair-Chef Michael O'Leary erneut eine Klage an, sollte die EU-Kommission nach ihrer kartellrechtlichen Phase-II-Prüfung den Kauf untersagen. «Angesichts der Argumentation der Kommission hätte jede Klage eine große Aussicht auf Erfolg», sagte er in London.

In den zwölf Monaten bis Ende März 2007 hatte Ryanair seinen Überschuss um 33 Prozent auf 401,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten im Schnitt mit 396,77 Millionen Euro gerechnet. Ryanair übertraf auch sein eigenes Jahresziel von 390 Millionen Euro.

Aktienrückkauf endet - vorerst

Michael O'Leary
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Der Umsatz legte um 32 Prozent auf 2,237 Milliarden Euro zu und lag damit im Rahmen der Expertenschätzung von 2,221 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wuchs um 32 Prozent auf 25,99 Cent. Die Kosten für Flugbenzin stiegen um 50 Prozent auf 693 Millionen Euro. Die Zahl der Fluggäste legte um 22 Prozent auf 42,5 Millionen zu.

Ryanair kündigte einen Aktienrückkauf im Wert von bis zu 300 Millionen Euro an. Damit sollten ab 7. Juni etwa 3,63 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien zurückgekauft werden. Der Preis soll nicht mehr als fünf Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Tage vor Beginn des Rückkaufs liegen. «Es handelt sich dabei um den letzten Aktienrückkauf für die kommenden drei Jahre», sagte McCann.

Hoffen auf weniger Spritverbrauch

Während Ryanair bei den Kosten mit einer Steigerung um sieben Prozent rechnet, sollen sparsamere Flugzeuge, die Dollar-Schwäche und sinkende Kraftstoffkosten für eine Entlastung sorgen. Alle Ryanair-Jets hätten so genannte Winglets an den Flügeln, die den Kerosinverbrauch um zwei bis drei Prozent sinken ließen, sagte die für Deutschland zuständige Ryanair-Sprecherin Katja Zarbock. Seit 1998 habe Ryanair 50 Milliarden US-Dollar für neue Flugzeuge ausgegeben. Pro Maschine würden 70 Millionen Dollar veranschlagt. Ryanair fliegt durchweg mit Boeing-Jets des Typs 737-800 und will die Flotte bis Ende des laufenden Geschäftsjahres auf 163 Flugzeuge ausbauen. (dpa-AFX)

 
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