Untreue-Verdacht in Siemens-Affäre wächst
02.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Dies könnte laut «Wirtschaftswoche» den Vorwurf der Untreue gegen Schelsky stützen. Schelsky sollte mit dem Siemens-Geld eine Gegengewerkschaft zur IG Metall aufbauen. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen Siemens- Manager und gegen Schelsky jedoch wegen 30 bis 35 Millionen Euro, die Schelsky seit 2001 ohne adäquate Gegenleistungen von dem Münchner Konzern bekommen haben soll, meldete die «Wirtschaftswoche».
Mehrere Millionen sollen aber in der AUB-Kasse nie aufgetaucht sein. Schelsky soll unter anderem Gehälter von etwa zehn AUB-Mitarbeitern bezahlt, Veranstaltungs- und Druckkosten sowie Honorare von Referenten auf AUB-Seminaren übernommen haben.
Schelsky habe den früheren Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer bei seiner Vernehmung entlastet. Er habe keinerlei Erkenntnisse, dass von Pierer von den Zahlungen gewusst habe, gab Schelsky dem Bericht zufolge vor den Ermittlern an. (dpa)

