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Kamps übernimmt Feinkost-Hersteller Homann

01. Jun 2007 15:30
Heiner Kamps
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Nach Nordsee hat der ehemalige Großbäcker Kamps das Feinkost-Unternehmen Homann gekauft. Seinem Ziel, einen milliardenschweren Lebensmittelkonzern zu gründen, ist er einen Schritt näher gekommen.

Der ehemalige Großbäckerei-Besitzer Heiner Kamps hat Homann Feinkost gekauft. Der Mayonnaise- und Salathersteller sei über die International Food Retail Capital (IFR) mit Sitz in Zypern erworben worden, teilte Kamps am späten Donnerstagabend mit. Über IFR ist der Düsseldorfer Unternehmer Eigentümer der Fischgastronomie- Kette Nordsee mit Sitz in Bremerhaven. Den Angaben zufolge will Kamps durch weitere Akquisitionen einen Lebensmittelkonzern gründen, der in drei Jahren ein Umsatzvolumen von 1,5 Milliarden Euro erreichen soll. Anfang des Jahres war Kamps mit dem Versuch gescheitert, drei Großbäckereien zu kaufen.

Seitdem Kamps 2002 seine Bäckerei-Kette für 1,8 Milliarden Euro an den italienischen Nudel-Hersteller Barilla verkaufte, ist Homann sein dritter Einkauf. Vor zwei Jahren übernahm er die Nordsee-Kette; außerdem ist er über IFR Eigentümer der Bäckerei Bastian's in der Düsseldorfer Innenstadt. Den Gesamtumsatz der drei Unternehmen bezifferte Kamps auf mehr als 650 Millionen Euro bei einem operativen Ergebnis von mehr als 55 Millionen Euro.

Müllermilch auch dabei

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Die Homann Feinkost GmbH im westfälischen Dissen erzielt mit 1200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro. Wie die Nordsee mit einem Jahresumsatz von 350 Millionen Euro gehörte Homann bis Ende der 90er Jahre zum Unilever-Konzern und wechselte danach mehrfach den Besitzer. Für den Zusammenkauf des geplanten Lebensmittelkonzerns gründete Kamps im Herbst 2006 gemeinsam mit dem auf Jersey beheimateten Investmentunternehmen APC Capital die International Food Retail Company. Der gelernte Bäcker ist sowohl bei IFR als auch bei APC Anteilseigner. An beiden Gesellschaften ist außerdem der Molkereiunternehmer Theo Müller beteiligt.

Mit dem Gang an die Londoner Börse erlöste IFR nach eigenen Angaben Ende 2006 rund 135 Millionen Euro. Ursprünglich sollte ein Teil dieses Geldes in die süddeutschen und österreichischen Großbäckereien Müller Brot, Löwenbäcker und Anker Brot investiert werden. Das geplante Geschäft wurde aber Anfang 2007 gestoppt. IFR übernahm Homann von der britischen Kapitalgesellschaft Henderson European Partners. Angaben zum Kaufpreis machte Kamps nicht. Die Übernahme muss noch von Bundeskartellamt genehmigt werden. (dpa)

 
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