Justiz verdächtigt von Pierer der Untreue
01.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Ein solches rechtskräftiges Urteil ist bisher nicht ergangen», hieß es weiter. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft prüfe ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue. Hintergrund ist die Zahlung von 1,7 Millionen Euro Mitte 2004 an Kley. Gegen ihn lief indes seit 2003 bei der Darmstädter Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechung, das im vergangenen Monat abgeschlossen wurde.
Kley hatte im Zuge des Ermittlungen gestanden, zwei Mitarbeiter des italienischen Stromkonzerns Enel bestochen zu haben. Gegen ein Schmiergeld von sechs Millionen Euro verschaffte Kley dem Siemens-Konzern einen Auftrag für Gasturbinen über 338 Millionen Euro. Kley war damals Finanzchef der Sparte Kraftwerksbau. Siemens muss dafür 151 Millionen Euro Strafe zahlen.
Siemens gibt sich unterdessen gelassen. «Wir möchten noch einmal auf Folgendes hinweisen: Die Ansprüche von Herrn Kley ergaben sich aus dem mit ihm bestehenden Vertrag», sagte ein Sprecher. «Einen Goldenen Handschlag gab es für ihn nicht.» (nz)

