25. Mai 2007 09:27
Dass Google so lange so viele Daten der Nutzer speichert, stößt bei der EU-Kommission auf Kritik. Der US-Internetkonzern soll jetzt Rede und Antwort stehen.
In dem Schreiben bezweifeln die Experten, dass Google die notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, ausreichend Datenschutz zu gewährleisten. Google speichert unter anderen den Suchbegriff und die IP-Adresse des Computers, von dem die Anfrage kam. Bisher behielt Google die Daten auf unbestimmte Zeit – vor wenigen Wochen willige das Unternehmen jedoch ein, die Speicherzeit auf zwei Jahre zu begrenzen.Davon unabhängig sammelt Google auch persönliche Informationen der Nutzer. Dafür müssen sie jedoch ausdrücklich ihr Einverständnis geben. Für die Experten der EU sind jedoch auch die zwei Jahre, auf die sich Google mittlerweile beschränkt, viel zu lang. Außer der EU untersuchen auch die norwegischen Behörden, ob Google gegen Datenschutz-Richtlinien verstößt.
Google verteidigt die eigene Politik: Das Unternehmen müsse die Daten für eine gewisse Zeit aus Sicherheitsgründen speichern, rechtfertigt sich das Unternehmen. Nur so könnten Hackerangriffe und Missbrauch effektiv bekämpft werden. Und: Im Gegensatz zu Google hätten sich Konkurrenten wie Yahoo und Microsoft bisher keine Begrenzung der Speicherung auferlegt. (nz)