Google wird zur Allwissenden Müllhalde
Personalisierung heißt für Google, auch individuelle Fragen aus dem Alltag einzelner Nutzer beantworten zu können: «Ziel ist, dass Nutzer Google Fragen stellen können wie: 'Was soll ich heute machen?' oder 'Welchen Job soll ich annehmen?'», sagt Schmidt.
«Wir können zurzeit noch nicht einmal die einfachsten Fragen beantworten, weil wir zu wenig über die Nutzer wissen», stellt Schmidt fest. Die künftige Expansion soll sich deshalb auf dieses Feld konzentrieren.
Im Zentrum steht dabei iGoogle, ein webbasierter Service, der es dem Nutzer erlaubt, seine persönliche Google-Suchmaske zu erstellen. Schon seit zwei Jahren kann der Nutzer es Google außerdem erlauben, seine persönlichen Suchdaten zu speichern, um so eine bessere Personalisierung zu erreichen. Textbasierte Werbeanzeigen könnten damit besser als bisher auf die Nutzer abgestimmt werden, verspricht das Unternehmen.
Googles Sammelwut stößt aber auch auf Kritik: Datenschützer monieren, dass durch die Speicherung von Suchbegriffen detaillierte Profile über persönliche Vorlieben der Nutzer erstellt werden könnten. Mitte März kündigt das Unternehmen deshalb an, die Daten zu anonymisieren - nach Ablauf einer Frist von 18 bis 24 Monaten. Vielen ist die Dauer der Speicherung viel zu lang.
Googles Marktmacht ist schon jetzt enorm. Nach Daten der Marktforscher von Nielsen wird mehr als jede zweite Suche im Internet über Google ausgeführt. Yahoo kommt dagegen nur auf knapp über 20 Prozent. Der Softwarekonzern Microsoft hinkt noch weiter hinterher und kommt auf einen mageren Marktanteil von neun Prozent. (nz)

