netzeitung.deKostenlose Internet-Pornos belasten Beate Uhse

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Warum in den Erotik-Shop, wenn's im Netz viel einfacher ist? (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Warum in den Erotik-Shop, wenn's im Netz viel einfacher ist?
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sex-Seiten im Internet boomen. Zum Nachteil des Erotik-Konzerns Beate Uhse sind die Angebote aber immer häufiger kostenfrei.

Dem Erotikkonzern Beate Uhse sind im ersten Quartal Umsatz und Gewinn weg gebrochen. Der Umsatz fiel bis Ende März auf rund 73 Millionen Euro. Der Nettogewinn brach sogar um 75 Prozent ein und lag nur noch bei 1,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Flensburg mitteilte. Als Ursache nannte der Konzern die anhaltenden Auswirkungen eines Wasserschadens im Hauptlager in den Niederlanden.

Außerdem stehen die Preise für Sexfilme unter Druck, weil im Internet immer mehr kostenlose Pornografie angeboten wird, wie das Unternehmen mitteilte. Langfristig will Beate Uhse mit einer Qualitäts-Strategie aus der Krise steuern und mit neuen Läden in den besten Lagen der Innenstädte Geld verdienen.

Als Beispiel für die Neuausrichtung der 320 Beate-Uhse-Filialen dient ein so genannter Flagship Store in München, der von Anfang an schwarze Zahlen geschrieben habe. Mit dem schwachen Jahresbeginn setzt Beate Uhse die Abwärtsentwicklung des Jahres 2006 fort: Der Umsatz fiel 2006 im Jahresvergleich um 4,9 Prozent auf 271 Millionen Euro, der Jahresüberschuss sank um 30 Prozent auf zehn Millionen Euro.

Für das Jahr 2007 erklärte der Vorstand nun, man müsse «nach vorsichtiger Prognose damit rechnen, dass das Gesamtjahr noch durch negative Faktoren überlagert wird». Vor wenigen Wochen noch hatte der Vorstand erklärt, für 2007 würden steigende Gewinn und Umsätze erwartet. (AP)