netzeitung.deTelekom-Beschäftigte entscheiden über Streik

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Schon in den vergangenen Wochen hatte es bei der Telekom Warnstreiks gegeben (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schon in den vergangenen Wochen hatte es bei der Telekom Warnstreiks gegeben
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Die bei der Urabstimmung über einen Telekom-Streik nötige Marke wird «locker» erreicht, ist der Verdi-Bundesvorstand überzeugt. Bevor das Ergebnis am Donnerstag feststeht, gibt es nochmals Warnstreiks.

Begleitet von Warnstreiks hat bei der Deutschen Telekom am Montag die Urabstimmung über einen Streik begonnen. Die Gewerkschaft rief bundesweit 12 000 Beschäftigte zu befristeten Arbeitsniederlegungen auf. Die Warnstreiks betrafen vor allem Callcenter, sowie die Bereiche Technik und Service.

Auch in den kommenden Tagen sollen die Proteste weitergehen. «Wir unterstreichen damit, dass wir handlungsfähig sind», sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder. Bereits in den vergangenen Wochen hatten mehrere tausende Telekom-Mitarbeiter gegen den Konzernumbau protestiert.

DGB-Vorsitzender Michael Sommer sagte im Bayerischen Rundfunk: «Es ist wirklich schändlich, dass auf dem Rücken der Belegschaft versucht wird, die Krise der Telekom zu lösen, statt mit den Beschäftigten es zusammen zu tun.»

Telekom droht mit juristischen Schritten
Die Telekom erneuerte ihre Kritik an den Protesten. Mit einem Streik ließen sich keine Probleme lösen, sagte ein Konzernsprecher. Er verwies auf die Löhne in den betroffenen Geschäftsbereichen, die weiter über denen der Konkurrenz lägen. Mit ihrem Angebot, das eine Lohnkürzung von neun Prozent und eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um vier Stunden umfasste, habe das Unternehmen eine Annäherung an das Niveau der Wettbewerber erreichen wollen.

Die Telekom will gegen mögliche Streiks juristisch vorgehen. In dem Konflikt geht es um die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in den konzerneigenen Bereich T-Service, die mit Arbeitszeitverlängerungen und geringerer Bezahlung einhergehen soll.

«Locker» über der nötiger Marke?
Allein in Rheinland-Pfalz wurden etwa 1200 Telekom-Beschäftigte an sieben Standorten aufgerufen, ihre Arbeit ganztägig niederlegen. Im Saarland wurden rund 200 Telekom Beschäftigte zum ganztägigen Ausstand aufgerufen, in Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 700 Beschäftigte.

Aufgerufen zur Urabstimmung sind rund 18.000 Beschäftigte, die Mitglied der Dienstleistungsgewerkschaft sind und die bis Mittwoch ihre Stimmen abgeben können. Wenn die nötige Mehrheit von 75 Prozent erreicht wird, ist der Weg frei für einen Arbeitskampf bei der Telekom. Das Ergebnis der Urabstimmung soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Bundesvorstand Schröder zeigte sich überzeugt, dass die nötige Mehrheit erreicht wird. «Wir werden locker über die nötige Marke von 75 Prozent kommen», sagte er. (dpa)