Telekom-Beschäftigte entscheiden über Streik
07.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auch in den kommenden Tagen sollen die Proteste weitergehen. «Wir unterstreichen damit, dass wir handlungsfähig sind», sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder. Bereits in den vergangenen Wochen hatten mehrere tausende Telekom-Mitarbeiter gegen den Konzernumbau protestiert.
DGB-Vorsitzender Michael Sommer sagte im Bayerischen Rundfunk: «Es ist wirklich schändlich, dass auf dem Rücken der Belegschaft versucht wird, die Krise der Telekom zu lösen, statt mit den Beschäftigten es zusammen zu tun.»
Die Telekom will gegen mögliche Streiks juristisch vorgehen. In dem Konflikt geht es um die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in den konzerneigenen Bereich T-Service, die mit Arbeitszeitverlängerungen und geringerer Bezahlung einhergehen soll.
Aufgerufen zur Urabstimmung sind rund 18.000 Beschäftigte, die Mitglied der Dienstleistungsgewerkschaft sind und die bis Mittwoch ihre Stimmen abgeben können. Wenn die nötige Mehrheit von 75 Prozent erreicht wird, ist der Weg frei für einen Arbeitskampf bei der Telekom. Das Ergebnis der Urabstimmung soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Bundesvorstand Schröder zeigte sich überzeugt, dass die nötige Mehrheit erreicht wird. «Wir werden locker über die nötige Marke von 75 Prozent kommen», sagte er. (dpa)

