netzeitung.deTrotz Kritik viele Stimmen für Telekom-Manager

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Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel (l.) und Vorstandsvorsitzender René Obermann genießen das volle Vertrauen der Aktionäre (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel (l.) und Vorstandsvorsitzender René Obermann genießen das volle Vertrauen der Aktionäre
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

René Obermann wurde ausgepfiffen, aber mit breiter Mehrheit entlastet. Am Tag nach der Hauptversammlung entscheidet sich, ob bei der Telekom gestreikt wird.

Die Aktionäre der Deutsche Telekom
haben auf der Hauptversammlung am späten Donnerstagabend Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet. Die Zustimmung liege bei rund 99 Prozent, teilte die Gesellschaft in Köln mit. Gebilligt wurde zudem die Ausschüttung einer Dividende von 0,72 Euro je Aktie.

Auf dem Aktionärstreffen hatte Vorstandschef René Obermann die umstrittene Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeiter in eine neue Gesellschaft namens T-Service verteidigt. Dort sollen sie für weniger Geld länger arbeiten.

Nachdem die Verhandlungen zwischen Telekom und der Gewerkschaft Verdi über den Konzernumbau in der vergangenen Woche ergebnislos abgebrochen worden waren, droht nun der größte Arbeitskonflikt seit Privatisierung des Unternehmens vor zwölf Jahren. An diesem Freitag soll die Große Tarifkommission der Gewerkschaft die Urabstimmung über Durchführung von Streiks beschließen.

Kritik erntete der Telekom-Chef auf der Hauptversammlung vor allem von Belegschaftsaktionären, die ein Ende der Einschnitte bei den Mitarbeiterkonditionen forderten. (nz/dpa)