29.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bundesbank-Vorstand Edgar Meister geht
Bundesbank- Vorstandsmitglied Edgar Meister geht in den Ruhestand. Gegen seinen Nachfolger gibt es erheblichen Widerstand.
Nach fast 14 Jahren bei der Deutschen Bundesbank geht Vorstandsmitglied Edgar Meister an diesem Montag in den Ruhestand. Als Nachfolger des 66-Jährigen soll nach dem Willen der Länderfinanzminister der baden-württembergische CDU-Politiker Rudolf Böhmler in den Vorstand der Bundesbank einziehen. Baden-Württemberg hat das Vorschlagsrecht für den Posten, der den Ländern zusteht. Gegen die Berufung von Böhmler gibt es aber erheblichen Widerstand.
Der gebürtige Hesse Edgar Meister war aus Rheinland-Pfalz zurück nach Frankfurt gekommen: In der Mainzer Landesregierung von Rudolf Scharping (SPD) war der SPD-Politiker von Mai 1991 bis September 1993 Finanzminister. Am 21. Mai 1940 in Kassel geboren studierte Meister im mittelhessischen Marburg Jura und ging dann zunächst zur Bank für Gemeinwirtschaft (BfG). Von 1980 bis 1991 war Meister Mitglied des Vorstandes der Deutschen Pfandbriefanstalt. Im Vorstand der Bundesbank war er zuletzt zuständig für die Banken- und Finanzaufsicht sowie den Bereich Revision. (dpa)