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Vista verdeckt Microsofts Online-Schwäche

27. Apr 2007 08:51
Die Oberfläche von Vista
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Microsoft hat - dank Windows Vista – einen massiven Gewinnsprung verbucht. In einem der wichtigsten Zukunftsmärkte wächst das Unternehmen aber deutlich schwächer als die Konkurrenz.

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat seinen Gewinn im vergangenen Quartal Dank der Nachfrage nach dem neuen Betriebssystem Windows Vista deutlich gesteigert. Wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in New York mitteilte, legte das Ergebnis im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 65 Prozent auf 4,93 Milliarden Dollar zu.

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Der Umsatz stieg um 32 Prozent auf 14,4 Milliarden. Die Zahlen lagen damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Ein Teil des Gewinns stammt aber noch aus vom Vorquartal Ende 2006. Microsoft hatte Käufer eines neuen PCs mit Coupons ausgestattet, die sie nach der Auslieferung des neuen Betriebssystems Anfang des Jahres gegen Windows Vista einlösen konnten.

Die Coupons wurden erst im abgelaufenen Quartal als Umsatz in der Bilanz verbucht. Trotzdem werteten Analysten das Ergebnis als gutes Zeichen für die weitere Entwicklung der Vista-Verkäufe. Der Umsatz mit Geschäftskunden – in den auch die Verkäufe der Vista-Business-Version fallen - stieg um 67 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar.

Schwachstelle Online-Werbung

In einem Bereich hinkt das Unternehmen aber deutlich hinter der Konkurrenz hinterher: Der Umsatz mit Werbung im Internet stieg um 23 Prozent auf 456 Millionen Dollar und lag damit unter dem Branchenwachstum. Diese zukunftsträchtige Sparte wird gerade von Analysten genau beobachtet – hier steht Microsoft in direkter Konkurrenz zu Google.

Microsoft-Finanzvorstand Chris Liddell nannte die Wachstumsrate trotzdem «stark» und fügte an: «Es ist ein langes Spiel – wir müssen noch einiges investieren.»

Die vergangene Runde im Kampf um Online-Werbung hat Microsoft jedoch verloren. Konkurrent Google hat den Online-Vermarkter Doubleclick für 3,1 Milliarden Dollar übernommen und damit den Software-Konzern im Bieterrennen ausgestochen. Die Aktie von Microsoft legte trotzdem im nachbörslichen Handel um 3,6 Prozent auf 30,15 Dollar zu. (nz)

 
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