Kampf um das Internet der Zukunft (II)
Im Herbst will Sony die 3D-Welt Home auf den Markt bringen, in der die Spieler sich auch außerhalb des Spielbetriebs mit ihren Avataren treffen können. Atari hat ebenfalls eine virtuelle Welt in Planung.
Mitte April haben der weltweit größte Spielentwickler Electronic Arts und Fernsehproduktionsfirma Endemol ihre strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Das Ziel: Videospiele und Fernsehen in einer neuen virtuellen Welt, Virtual Me zu verschmelzen. Vorgestellt werden soll die neue Anwendung in der Reality-Show «Big Brother».
Auch die im Silicon Valley entstandene Cyber-Welt There profitiert vom Fernsehen. Zwar hat There weniger als ein Viertel der Mitglieder von Second Life, doch wird das Programm auch vom Fernsehsender MTV für eigene Produktionen benutzt. Die Cyberwelten zu «The Hills» und «Laguna Beach» gibt es schon, im Mai folgt «Pimp my ride». Der Vorteil solcher Anwendungen: MTV stärkt die eigene Marke und die Mitglieder der Community finden Menschen mit ähnlichen Interessen.
Und solange es keine virtuellen Simultandolmetscher gibt, werden Europäer sich nur selten in der chinesischen Version von Second Life, Hipihi herumtreiben. Auf regional getrennte Welten setzt die österreichische Firma Avaloop mit ihrer Hippie-Welt Papermint. Die penetrant fröhlich-bunte Cyberwelt soll für jedes Land eine eigene Version bekommen, damit regionale Unternehmen dort werben können. Ob eine Welt mit bunten 2D-Avataren international eine Chance hat, ist allerdings fraglich.
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