20. Apr 2007 14:08
Bekannt wurde durch die Fusion von Thyssen und Krupp. Inzwischen gilt Gerhard Cromme als einflussreichster Aufsichtsrat in Deutschland.
auf. Heute zählt er zu den einflussreichsten deutschen Aufsichtsräten.Neben der Kontrolle bei ThyssenKrupp widmete sich Cromme als Vorsitzender der Regierungskommission Corporate Governance dem bei vielen Vorständen unbeliebten Feld der transparenten Unternehmensführung. Im Schmiergeldskandal bei Siemens wurde er jüngst innerhalb des Aufsichtsrates, dem er seit 2003 angehört, zum Vorsitzenden der Prüfungskommission berufen.
Als Sohn eines Studienrats für Latein und Griechisch kam Cromme am 25. Februar 1943 in Vechta zur Welt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre begann er seine Berufslaufbahn als 29-Jähriger bei dem französischen Konzern Saint-Gobain. 1992 wurde er von Wirtschaftsjournalisten zum «Manager des Jahres» gewählt.
Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Cromme als Chef bei Krupp und durch die Fusion mit Thyssen. Mit Krupp hatte er die feindliche Übernahme des Dortmunder Konkurrenten Hoesch und die spektakuläre Schließung des Krupp-Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen bewältigt.
Den größten Coup landete er Ende der neunziger Jahre mit der Fusion von Thyssen und Krupp, nachdem ein feindlicher Übernahmeversuch gescheitert war. Zunächst bildete Cromme mit Thyssen-Mann Ekkehard Schulz eine Doppelspitze. Dann wechselte er als führender Mann in den Aufsichtsrat. (dpa)