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Google verdient eine Milliarde im Quartal

20. Apr 2007 09:21, ergänzt 09:47
Suchmaschine von Google
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Der Google-Überschuss hat im Auftaktquartal erstmals die Milliarden-Grenze erreicht. Trotz der vielen neuen Geschäftsfelder: Die eigene Suchmaschine bleibt wichtigster Wachstumstreiber.

Der Internet-Konzern Google hat im ersten Quartal 2007 erstmals einen Überschuss in Milliardenhöhe erzielt: Der Reingewinn stieg um 69 Prozent auf eine Milliarde Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss im kalifornischen Mountain View mitteilte. Ohne Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 3,68 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die auf 3,30 Dollar getippt hatten.

Der Quartalsumsatz erreichte einen neuen Rekordwert von 3,66 Milliarden Dollar nach 2,25 Milliarden Dollar im Vorjahr. Ohne die Gebühren, die Google an Marketing-Partner zahlt, lagen die Erlöse bei 2,53 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten mit 2,49 Milliarden Dollar gerechnet. Google verwöhnt die Märkte inzwischen fast regelmäßig mit starken Ergebnissen. Seit seinem Börsengang hat das Unternehmen in allen elf Quartalen bis auf eines die Marktschätzungen übertroffen.

Auslandsanteil steigt weiter

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  • Auch wenn Google inzwischen kein reiner Suchmaschinen-Anbieter mehr ist und in andere Felder wie Online-Office-Pakete vorstößt, waren die Suchmaschine und die damit verbundenen Werbeeinnahmen im ersten Quartal dennoch erneut Wachstumstreiber, wie das Unternehmen erläuterte. Auf die Online-Werbung geht der Großteil des Gewinns zurück – vor allem auf den eigenen Seiten: Dort stiegen die Umsätze um 76 Prozent, sie machen 62 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

    Google wuchs dabei insbesondere im Ausland deutlich. Dabei stellte der Vorstand vor allem Zuwächse in Großbritannien und anderen europäischen und asiatischen Märkten heraus. Während der Umsatz in den USA zum Vorquartal um acht Prozent anstieg, legte er im internationalen Geschäft um 22 Prozent auf 1,71 Milliarden Dollar zu. Das internationale Geschäft macht inzwischen 47 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Im Vorjahresabschnitt lag die Quote noch bei 42 Prozent.

    Angesichts der zunehmenden Größe des Unternehmens kann Google frühere Steigerungsraten allerdings nicht mehr aufrecht erhalten: Der Umsatz wuchs im ersten Quartal zum Vorjahr um 63 Prozent. Im vierten Quartal 2006 hatte die Steigerung noch 67 Prozent betragen - und im ersten Quartal 2006 sogar 79 Prozent.

    Google «ekstatisch»

    Eric Schmidt steigt auch zum Chef des Verwaltungsrats auf Foto: Google
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    Google-Chef Eric Schmidt sagte, das Unternehmen sei «ekstatisch» über die Quartalsergebnisse. Analysten rechnen damit, dass Google seiner Schlagkraft noch erhöhen wird: Vergangene Woche kündigte der Konzern den Erwerb des Online-Anzeigenvermittlers Doubleclick für 3,1 Milliarden Dollar an.

    Zudem hatte Google im vergangenen Jahr die Video-Website Youtube übernommen. Google steigt auch verstärkt in das Anzeigengeschäft mit traditionellen Medien ein. Im nächsten Jahr werde Google in diesem Geschäftsfeld verstärkt operieren, kündigte Konzernchef Schmidt in einem Interview an.

    Trotz seiner Akquisitionen und hohen Investitionen hatte Google zum Quartalsende 11,9 Milliarden Dollar liquide Mittel in der Kasse. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen erneut erhebliche Investitionen. Wie das Unternehmen zudem mitteilte, wurde Vorstandschef Schmidt auch zum Leiter des Verwaltungsrats berufen. Seit dem Börsengang im Jahr 2004 hatte Google offiziell keinen solchen Posten, obgleich Schmidt bereits in dieser Rolle agierte. (nz)

     
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