19. Apr 2007 11:21
Die Autoarbeiter-Gewerkschaft UAW will Chrysler im Verbund mit Daimler behalten. Es habe schließlich Zeiten gegeben, in denen Chrysler auch den Stuttgartern Freude gemacht habe.
ausgesprochen. Auf einer Pressekonferenz sagte Ron Gettelfinger am Mittwoch in Auburn Hills, er sei persönlich der Überzeugung, dass die Synergie-Effekte für beide Seiten einen hohen Wert darstellten. «Es hat Zeiten gegeben, da hat Chrysler DaimlerChrysler beflügelt und wir befinden uns jetzt in einem Abschwung», sagte der UAW-Chef, der als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat von DaimlerChrysler sitzt. Dort werde er in naher Zukunft dafür eintreten, dass Chrysler nicht verkauft wird, kündigte er an.
DaimlerChrysler hatte im Februar erklärt, dass im Hinblick auf Chrysler alle Optionen vom Verkauf bis zum Verbleib im Konzern erwogen würden. Seitdem ist aber kein klarer Favorit für den Kauf des US-Herstellers hervorgetreten, der im vergangenen Jahr 1,48 Milliarden Dollar Verlust machte und auch in diesem Jahr wohl nicht aus der Verlustzone kommt. Der kanadische Autoteilehersteller Magna International soll rund 4,7 Milliarden Dollar geboten haben. Interesse sollen die Private-Equity-Firmen Blackstone Group und Cerberus Capital sowie der US-Autokonzern General Motors gezeigt haben. Gettelfinger sagte, verglichen mit den Verlusten und Problemen bei den anderen beiden US-Autoherstellern Ford und GM seien die Chryslers klein. «Für mich sieht es so aus, dass sowohl Chrysler als auch DaimlerChrysler als Ganzes besser damit gedient wäre, wenn man sich auf den bestehenden Plan konzentriert, ein Qualitätsprodukt herzustellen und Gedanken über die Zukunft macht», sagte er. (AP)