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Chrysler träumt vom Verbleib bei Daimler

18. Apr 2007 12:19
Geht es mit Chrysler wieder aufwärts?
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Verkauf oder nicht: Chrysler muss wieder rentabel werden, fordert Firmenchef LaSorda. Mit der Gewerkschaft UAW will er vor allem über Gesundheitsausgaben für die Mitarbeiter reden.

Chrysler-Chef Tom LaSorda hält einen Verbleib des angeschlagenen US-Autobauers im Konzernverbund von DaimlerChrysler weiter für möglich. Doch egal, ob das Unternehmen verkauft werde oder nicht, müsse Chrysler sich darum bemühen, zur Profitabilität zurückzukehren und eine Umsatzrendite von 2,5 Prozent bis 2009 zu erreichen, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Im Februar hatte LaSorda Dieter Zetsche kritisiert, weil sein an die Spitze des Autokonzerns gewechselter Vorgänger die kriselnde US-Sparte öffentlich zur Disposition gestellt.

Bei den neuen Produkten sei vielleicht kein Verkaufsrenner wie der Chrysler 300 dabei, räumte LaSorda ein. Aber es handele sich um Fahrzeuge, die gut auf dem Markt ankämen und in der Lage seien, den Hersteller wieder in die schwarze Zahlen zurückzubringen, sagte er. Die Verhandlungen mit Mitarbeitern über Vorruhestandsregelungen oder Abfindungen liegen nach seinen Worten leicht über Plan.

Betriebsrentner werden teuer

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DaimlerChrysler hatte im Februar bekannt gegeben, dass in den nordamerikanischen Chrysler-Werken aus Kostengründen 13.000 Stellen in den nächsten drei Jahren gestrichen werden. Damit trägt das Unternehmen der geringeren Nachfrage nach Chrysler-Fahrzeugen Rechnung. Die Konzernführung in Stuttgart hat inzwischen Gespräche über einen möglichen Verkauf von Chrysler aufgenommen.

Als wichtiges Thema bei den bevorstehenden Verhandlungen mit der Automobilarbeitergewerkschaft UAW nannte LaSorda die Kosten für die Krankenversicherung der Mitarbeiter. Chrysler zahlt für seine rund 80.000 Mitarbeiter pro Jahr rund 2,2 Milliarden Dollar Gesundheitsfürsorgekosten. Langfristig hat der Autohersteller schätzungsweise 19 Milliarden Dollar Kosten für die Krankenversicherung von Ruheständlern.

Keinerlei Gewissheit

Tom LaSorda möchte bei Daimler bleiben Foto: dpa
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Zu den Kaufinteressenten gehören die Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus sowie der Autozulieferer Magna International. Es gebe aber keinerlei Gewissheit, dass aus der derzeit laufenden «Überprüfung möglicher Alternativen zur Zukunft von Chrysler» auch irgendwelche Transaktionen folgten, hatte Magna allerdings kürzlich erklärt. Der Autozulieferer macht rund 25 Prozent seines Jahresumsatzes mit DaimlerChrysler. Auch der US-Geschäftsmann und frühere Chrysler-Aktionär Kirk Kerkorian hatte Interesse an einem Kauf des drittgrößten amerikanischen Autoproduzenten bekundet. Seine Investmentfirma Tracinda legte ein Gebot über 4,5 Milliarden Dollar in bar vor. (AP)
 
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