18. Apr 2007 12:19
Verkauf oder nicht: Chrysler muss wieder rentabel werden, fordert Firmenchef LaSorda. Mit der Gewerkschaft UAW will er vor allem über Gesundheitsausgaben für die Mitarbeiter reden.
gewechselter Vorgänger die kriselnde US-Sparte öffentlich zur Disposition gestellt.Bei den neuen Produkten sei vielleicht kein Verkaufsrenner wie der Chrysler 300 dabei, räumte LaSorda ein. Aber es handele sich um Fahrzeuge, die gut auf dem Markt ankämen und in der Lage seien, den Hersteller wieder in die schwarze Zahlen zurückzubringen, sagte er. Die Verhandlungen mit Mitarbeitern über Vorruhestandsregelungen oder Abfindungen liegen nach seinen Worten leicht über Plan.
DaimlerChrysler hatte im Februar bekannt gegeben, dass in den nordamerikanischen Chrysler-Werken aus Kostengründen 13.000 Stellen in den nächsten drei Jahren gestrichen werden. Damit trägt das Unternehmen der geringeren Nachfrage nach Chrysler-Fahrzeugen Rechnung. Die Konzernführung in Stuttgart hat inzwischen Gespräche über einen möglichen Verkauf von Chrysler aufgenommen.Als wichtiges Thema bei den bevorstehenden Verhandlungen mit der Automobilarbeitergewerkschaft UAW nannte LaSorda die Kosten für die Krankenversicherung der Mitarbeiter. Chrysler zahlt für seine rund 80.000 Mitarbeiter pro Jahr rund 2,2 Milliarden Dollar Gesundheitsfürsorgekosten. Langfristig hat der Autohersteller schätzungsweise 19 Milliarden Dollar Kosten für die Krankenversicherung von Ruheständlern.