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Microsoft hat Angst vor Googles Werbemacht

16. Apr 2007 08:45
Microsoft kämpft gegen Google
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Dass Google für mehr als drei Milliarden Dollar den Vermarkter Doubleclick übernommen hat, will die Konkurrenz nicht hinnehmen. Sie hofft auf ein Eingreifen der Kartellbehörden.

Der US-Softwarekonzern Microsoft, der selbst seit Jahren mit der EU-Kartellbehörden im Streit über seine Marktposition liegt, hofft jetzt selbst auf eine Eingreifen der Wettbewerbshüter.

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Der Konzern fürchtet nach einem Bericht des «Wall Street Journal», Google könnte mit der Übernahme des Online- Werbevermarkters Doubleclick eine zu starke Marktposition erhalten. Google hatte die Übernahme am Freitag bekannt gegeben. Sie wird vorbehaltlich einer Prüfung des US-Justizministeriums und der Bundeskartellbehörden 3,1 Milliarden Dollar kosten.

Die Kritiker, zu denen neben Microsoft auch die Telefongesellschaft AT&T und der Medienkonzern Time Warner gehören, monieren, dass Google schon vor der Übernahme einen Löwenanteil des Marktes für Online-Werbung für sich vereinnahmt hat. Zusammen mit Doubleclick würde das Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen, fürchtet Microsoft.

Marktbeherrschende Stellung befürchtet

Wettert gegen Google: Microsoft-Chef Steve Ballmer
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Dem Vernehmen nach haben sich hochrangige Manager der betroffenen Unternehmen bereits per Telefon über eine Abwehrstrategie abgesprochen. Viacom und Yahoo sollen ebenfalls an den Gesprächen teilgenommen haben - noch ist laut «WSJ» aber unklar, ob die beiden Konzerne offen gegen den Kauf opponieren werden.

«Googles Übernahme von Doubleclick verbindet die beiden größten Vermarkter von Online-Werbung und wird den Wettbewerb in der Branche erheblich reduzieren», kritisierte Microsofts oberster Rechtsberater, Brad Smith. Google und Doubleclick kontrollierten zusammen 80 Prozent des Marktes.

Ähnlich äußerte sich AT&T: Das Unternehmen forderte die Kartellbehörden auf, sich die Transaktion «sehr genau anzuschauen». Google erreiche mit Doubeclick eine zu hohe Marktdominanz.

Microsoft von Google ausgestochen

Microsoft war selbst an einer Übernahme von Doubleclick interessiert, wurde jedoch durch ein höheres Gebot von Google ausgestochen. Die Fusion ist mit Abstand die teuerste in Googles Firmengeschichte - sie übertrifft den Kaufpreis für die Video-Internetsite Youtube vom vergangenen Jahr von 1,65 Milliarden Dollar um fast das Doppelte. Der Suchmaschinenbetreiber sitzt allerdings auf liquiden Mitteln von mehr als elf Milliarden Dollar.

Der Internet-Konzern stößt mit dem Kauf in einen für ihn neuen Bereich der Internet-Werbung vor. Doubleclick mit Sitz in New York ist auf gezielte Online- Reklame im Bild-, Wort- und Videoformat spezialisiert, die das Unternehmen für seine Kunden auf Webseiten platziert. Doubleclick arbeitet dabei sehr eng mit Web-Verlegern, werbenden Unternehmen und Werbeagenturen zusammen. (nz)

 
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