04. Apr 2007 21:56
Künftig soll es bei der AUB einen Wirtschaftsprüfer geben. Vor dem Skandal um möglicherweise geschmierte Betriebsräte war bei der Arbeitnehmer- organisation «Transparenz nicht gewünscht».
In der Affäre war Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer für gut eine Woche in Haft genommen worden. Er wurde am Mittwoch auf freien Fuß gesetzt. Im Mittelpunkt der Ermittlungen in Nürnberg stehen Zahlungen von mehr als 14 Millionen Euro an Schelsky. Auch Siemens bezweifelt, dass den Zahlungen an Schelskys Unternehmensberatung entsprechende Leistungen gegenüber standen. Schelsky war einst auch Siemens-Betriebsrat.Die IG Metall verdächtigt Siemens, mit den Zahlungen die AUB als Gegenorganisation zur Gewerkschaft systematisch unterstützt und so Betriebsratswahlen beeinflusst zu haben. Anfang der Woche stellte die Gewerkschaft Strafanzeige.
Brand-Hückstädt räumte in der «FTD» Versäumnisse ein: «Transparenz war früher nicht gewünscht.» Künftig werde die AUB einen Wirtschaftsprüfer und einen Steuerberater haben. (dpa)