03.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Tolles Marketing, schlechte Umweltverträglichkeit: Ein iMac von Apple
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kritik von Greenpeace lässt Apple nicht gelten. Dabei sind ausgerechnet Chinesen umweltfreundlicher als der US-Computerhersteller.
Der chinesische Hersteller Lenovo baut nach Einschätzung von Greenpeace die am wenigsten umweltschädlichen Computer. Schlusslicht in der am Dienstag veröffentlichten Rangliste von 14 Unternehmen, die die Verwendung gefährlicher Materialien bei der Produktion sowie Recycling-Möglichkeiten berücksichtigt, ist Apple. Der US-Konzern wies die Kriterien der Umweltorganisation umgehend zurück.
Die Sprecherin von Greenpeace International, Iza Kruszewska, sagte, Lenovo habe sich nach Einführung der Liste im August vergangenen Jahres um Verbesserungen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit der Produkte bemüht. So bot Lenovo als erster Elektronikkonzern allen Kunden an, ausgemusterte Computer zum Recycling zurückzugeben. Das chinesische Unternehmen hatte 2005 die PC-Sparte von IBM übernommen.
Apple fiel wegen der Verwendung gesundheitsschädlicher Chemikalien negativ auf, wie Kruszewska sagte. Anders als bei anderen Herstellern gebe es auch keinen Zeitplan für den Ausstieg. Eine Apple-Sprecherin erklärte, man weise das Ranking von Greenpeace zurück. Die Produkte gehörten zu den umweltverträglichsten auf dem Markt, wie aus anderen Ranglisten hervorgehe.
Lenovo verdrängte Nokia in der Greenpeace-Liste auf den zweiten Platz, dahinter kamen Sony Ericsson, Dell und Samsung. (AP)