02. Apr 2007 08:51, ergänzt 15:46
Die Plattenfirma EMI geht im Kampf gegen illegale Downloads ungewöhnliche Wege. Dass man online die Lieder jetzt ohne Kopierschutz herunterladen kann, lässt sie sich aber nochmal zusätzlich bezahlen.
Über den Sinn und Zweck des DRM wird in der Branche heftig gestritten. Die meisten Branchen-Vertreter sehen darin einen sinnvollen Schutz gegen Raubkopien. Problematisch ist jedoch, dass die DRM-Version, die von Apple genutzt wird, nicht mit anderen Geräten als dem iPod kompatibel ist. Ein bei iTunes gekauftes Lied kann demnach allein mit den MP3-Playern von Apple angespielt werden.Die Musik-Konzerne sehen darin ein Hindernis für stärkeres Wachstum im Online-Musikmarkt, der in den USA immerhin 15 Prozent aller Verkäufe ausmacht. Das Geschäft im Internet wächst rasant, kann aber bisher die rückläufigen Verkäufe klassischer CDs nicht ausgleichen.
Die Konkurrenz von EMI will auf Kopierschutz auch noch nicht verzichten. Warner Music lehnt eine Abschaffung vehement ab. SonyBMG und Universal haben zumindest intern schon über ähnliche Schritte diskutiert, wagen es jedoch nicht, ähnlich aggressiv am Markt zu agieren wie EMI. (nz)